13.07.2016, 08:48 Uhr

Kommentar: Seriosität hält Einzug in Messendorf

Servus, Günter: Roman Kienast (r.) und Marko Stankovic begrüßen Günter Kreissl. (Foto: GEPA)

Günter Kreissls erste Zwischenbilanz als Geschäftsführer Sport beim SK Sturm kann sich sehen lassen.

So schnell kann’s gehen: Vor ein paar Wochen wurde an dieser Stelle noch moniert, dass bei Sturm die "Kracher-Transfers" fehlen, die den Anhang optimistisch in die neue Saison gehen lassen. Mit dem Kapitän eines deutschen Bundesligisten (Christian Schulz) und einem Spieler mit über 130 Einsätzen für Red Bull (Stefan Hierländer) ist die Vorfreude der schwarzen Knofeln auf den Pflichtspielauftakt in Stadlau jedenfalls deutlich gestiegen. Transfers, die auch ein Zeichen für die seriöse Arbeit von Günter Kreissl sind. Die Verpflichtung des Duos drang erst an die Öffentlichkeit, als die Tinte unter den Verträgen längst trocken war. Diese Art der Tätigkeit ist vielleicht für das eine oder andere Medium gewöhnungsbedürftig –, schließlich müssen speziell im Transferfenster die Seiten mit möglichst spektakulär klingenden Gerüchten gefüllt werden – ist aber ein deutliches Indiz dafür, dass der Geschäftsführer Sport sein Handwerk versteht. Im Gegensatz zu so manchem Vorgänger in diesem Amt verzichtet der Wiener auch auf markige Sprüche und großartig formulierte Saisonziele. Seine ruhige und sachliche Art kommt auch beim Anhang an. Das erste Kurzresümee der Ära Kreissl kann sich also sehen lassen – richtig bewerten wird man ihn aber erst können, wenn der schwarz-weiße Kahn wieder einmal in stürmischere Gewässer segelt und das ist bei einem Klub wie Sturm fast garantiert.
Zum Interview mit Günter Kreissl geht’s hier.
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