02.09.2016, 11:41 Uhr

Letzter Feinschliff für den neuen Luxus-Bunker

Tolles Ambiente: Siegfried Nagl und Hermann Schützenhöfer luden in den fast fertigen Liebenauer "Luxus-Bunker". (Foto: GEPA)

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Bürgermeister Siegfried Nagl zeigen sich von der umgebauten Liebenauer Eishalle beeindruckt.

Merkur Eisstadion – so heißt die Liebenauer Eishalle nun offiziell. Für die Fans wird’s aber ziemlich sicher weiterhin ihr "Bunker" sein. "Jetzt ist’s halt ein echter Luxus-Bunker", lächelt Messe-Boss Armin Egger. Und in der Tat ist es schon ziemlich beeindruckend, was in Liebenau in der doch kurz bemessenen Bauzeit von fünf Monaten passiert ist. "Wenn die 99ers dann am 9. September den KAC zum Baustellenspiel empfangen, wird eine lange Debatte über den Bau einer Eishalle, wie ich sie überhaupt noch nie erlebt habe, beendet sein. Diese Halle ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Graz eine tolle Sportstadt ist und die Steiermark eben ein echtes Sportland ist", war auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer beim Lokalaugenschein im nun fast fertigen "Bunker" begeistert. Wenn auch der Landeschef eben ob der langanhaltenden Diskussionen über einen kompletten Neubau oder Renovierung der Eishalle verwundert war. "Wer sich diese Decke anschaut, wird nicht auf die Idee kommen, dass sie denkmalgeschützt ist."

Bund zahlte nicht mit

Bürgermeister Siegfried Nagl betonte vor allem die gute Kooperation von Land Steiermark, Stadt, dem Messe-Center und der GBG als ausführende Gesellschaft. "Der Druck für alle Beteiligten war natürlich schon enorm – nicht nur zeitlich. Denn leider hat ja auch der Bund sich nicht an den Kosten beteiligt." Das rege Bautreiben rundherum und das Wuseln der Bauarbeiter nahm der Stadtchef gelassen hin. "Mein Vater hat immer gesagt, Bua, du darfst tun was du willst, nur niemanden von der Arbeit abhalten – und wer mich kennt, weiß ja, dass ich Baustellen liebe."

Mehr Zuschauer

Verlieben könnte man sich auch fast in den rundumerneuerten Bunker. Stolze 20 Millionen Euro wurden insgesamt investiert. Mit den Stehplätzen im Westen und Osten (für insgesamt 836 Besucher) entstand eine echte Arenen-Situation – zusätzlich wurde auch die Südtribüne (bestehende Hauptribüne) Richtung Eis verlängert und fasst nun 130 zusätzliche Fans. Mit der neuen VIP-Tribnüe (für rund 330 Personen/inklusiver mondäner Sky-Box) erhöht sich die Zuschauerkapazität von 3.870 auf 4.126 Plätze.

Kabine statt Kantine

Fakt ist, dass der Grazer Eishockeyfan seine Halle kaum mehr wiedererkennen wird – zumindest, wenn er sie dann betreten hat, über den neuen direkten Zugang von der Liebenauer Hauptstraße. So wurde der Besucherbereich im Süden komplett verglast, gibt’s dort einen Fanshop der 99ers oder einen Hockey-Shop. Dazu wurden Buffets und Sanitäranlagen komplett renoviert. Während die 99ers ihre Kabine unter der VIP-Tribüne beziehen werden, ist aus der einstigen Kantine im Parterre die nun riesige Gästekabine geworden. "Wenn man sich die Halle jetzt anschaut, ist die Zeit vorbei, in der wir sie als Ausrede benutzen konnten", ist 99ers-Manager Bernd Vollmann auch klar, dass sich die Grazer Eishackler nun ordentlich anstrengen müssen, um mit diesem Schmuckstück mithalten zu können.
Das erste Meisterschaftsspiel steigt dann am 22. September um 19.30 Uhr gegen Innsbruck – hier wird die Halle dann auch offiziell neueröffnet.
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