30.03.2016, 09:43 Uhr

Martin Wiegele: Der Routinier will es wieder wissen

Raus aus dem "Bunker": Nach den letzten durchwachsenen Saisonen will Martin Wiegele heuer wieder angreifen. (Foto: geopho.com)

Golf-Pro Martin Wiegele dachte schon ans Aufhören – jetzt greift er aber wieder an.

Dem Kaiserwetter sei Dank – auf den Golfplätzen in und rund um Graz herrscht bereits Hochbetrieb. "Zum Glück haben wir noch einen Parkplatz ergattert", lächelte da auch Golf-Pro Martin Wiegele, bei unserem Fototermin auf seinem "Heimplatz" in Andritz (er wohnt ja in Gösting praktisch um die Ecke).
Der 37-Jährige nimmt nächste Woche beim Business ProAm in Bad Waltersdorf Schwung für die neue Saison auf – ehe es dann mit den Vierer-Meisterschaften am Murhof (16. und 17 April) und dann mit dem ersten Challenge-Tour-Turnier in Ägypten so richtig los geht. "Ich gehe auf alle Fälle positiver als zuletzt in die neue Saison", ist der Grazer frohen Mutes.
Das große Ziel ist ein Platz unter den Top-15 am Ende des Jahres – oder die Quali für die European Tour über die Tour-School zu packen. "Ich hab sechs Jahre lang die Tourkarte gehabt. Logisch, dass ich da unbedingt wieder hin will."
Von einer richtungsweisenden Saison will der Routinier zwar noch nichts hören, gibt aber zu: "In den nächsten zwei Jahren muss sich einfach etwas tun", stellt Wiegele klar, der auch gar nicht verleugnen will, dass die letzten durchwachsenen Jahre Spuren hinterlassen haben– sogar ans Aufhören hat der glühende Fan des AS Roma gedacht. "Natürlich kommen einem Zweifel auf und ich hab ab und zu daran gedacht, alles hinzuschmeißen, vor allem, weil ich ja immer wieder mit Schmerzen nach meiner Hüftoperation zu kämpfen gehabt habe."

Zurück zu den Wurzeln

Nach seinem Triumph auf der European Tour beim Turnier im französischen Saint Omer 2010 folgte nämlich schnell die Ernüchterung – eine komplizierte Hüftverletzung zwang Wiegele zu einer langen Pause. Und danach nahm er nie wieder richtig Schwung auf. "Ich hab nach der Operation versucht, mein Spiel umzustellen, hab mich dabei aber nie richtig wohlgefühlt. Jetzt hab ich wieder umgestellt, spiele wieder so, wie vor meiner Pause – und ich glaube, das passt jetzt ganz gut."
Aktuell weilt Wiegele übrigens in London, Gattin Claudia unterrichtet dort gerade. "Durch meinen Beruf sind wir es ja schon gewohnt, öfter getrennt zu sein. Diesmal ist’s eben umgekehrt und wir genießen die gemeinsame Zeit in England dafür umso mehr."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.