15.06.2016, 07:35 Uhr

Mit Kernöl-Power zur historischen EM-Quali

Steirer-Achse: C. Wenninger, B. Dunst, S. Maierhofer, V. Schnaderbeck (hinten/v. l.) u. S. Puntigam (r.) (Foto: GEPA)

Viktoria Schnaderbeck und ihren steirischen Teamkolleginnen winkt die erstmalige EM-Teilnahme.

Spätestens seit dem 8. September des Vorjahres wähnt sich ganz Fußball-Österreich am sportlichen Olymp, als mit einem 4:1-Sieg in Schweden die letzten Zweifel ausgeräumt wurden und die Koller-Elf die erste sportliche Qualifikation für eine Europameisterschaft sicherstellte.
Während der Hype in den folgenden Tagen und Wochen bei der EM in Frankreich seinen Höhepunkt erreicht, scheinen Österreichs Damen fast unbemerkt ebenfalls drauf und dran zu sein, Historisches zu schaffen. Nach einem 4:0-Triumph über Israel ist den ÖFB-Ladys die erstmalige Teilnahme an einer Endrunde fast nicht mehr zu nehmen. "Ich freue mich riesig über jeden Titel mit dem Verein, eine erstmalige Qualifikation mit Österreich zu schaffen, würde mir sehr viel bedeuten", sagt Bayern-München-Spielerin Viktoria Schnaderbeck, die die starke Steiermark-Achse im Nationalteam anführt. Neben der 25-Jährigen standen beim Israel-Match noch Carina Wenninger (ebenfalls Bayern), Sophie Maierhofer (Werder Bremen), Sarah Puntigam (Freiburg) und Barbara Dunst (St. Pölten) in der Startelf.

Anerkennung steigt

"Fünf Steirerinnen im Aufgebot – das spricht auch für die gute Arbeit im Jugendbereich", sagt Schnaderbeck, die, wie ihre grün-weißen Kolleginnen, eine LUV-Graz-Vergangenheit aufzuweisen hat. Eine Erfolgs-Parallele zu den Herren zieht die Cousine von Sebastian Prödl im Bezug auf die Anzahl an Legionärinnen im Team. "Im Ausland wirst du in jedem Training maximal gefordert, die Intensität ist höher. Das bringt dich weiter." Das Ansehen des Damenfußballs sei jedenfalls auch jenseits der Landesgrenzen gestiegen. "Die Wertschätzung spüre ich auch in Deutschland, nahezu alle sympathisieren mit uns."
Ein wichtiger Faktor ist für die Team-Kapitänin neben der Lernfähigkeit der Spielerinnen auch das Verarbeiten von Niederlagen. "Wir haben eine Siegermentalität entwickelt."

Christoph Hofer
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.