13.04.2016, 07:00 Uhr

Von Messendorf in die deutsche Bezirksliga

Der Beginn keiner Ära: Bei der Präsentation von Peter Hyballa (l.) waren der Deutsche und Paul Gludovatz frohen Mutes. (Foto: GEPA)

Die WOCHE auf Spurensuche: Das machen Sturms ehemalige Trainer und Geschäftsführer heute.

Sturm ist wieder einmal auf der Suche – ein neuer Sportdirektor soll her. "Wir sind in den finalen Gesprächen", sagte Sturm-Boss Christian Jauk beim 4:1 über Altach. Neustadts Günther Kreissl soll bereits ante portas stehen. In seiner Amtszeit (seit Jänner 2012 Präsident) haben sich einige leitende Angestellte die Türklinke in die Hand gegeben. Wir haben einmal geschaut, wie es den Herren Tumani & Co. nach ihrem Abschied ergangen ist.

Franco Foda (Cheftrainer 2006 – 2012): Seine improvisierte "Pressekonferenz" am Parkplatz des Trainingszentrum nach seiner Abservierung ist bereits legendär – nach einem Männergespräch sitzt er seit September 2014 wieder als Cheftrainer auf der Bank.

Thomas Kristl (Interimstrainer 2012): Saß 2012 als Interimslösung nach Fodas Entlassung als Chef auf der Bank – aktuell unter Foda wieder Co-Trainer.

Peter Hyballa (Cheftrainer 2012 – 2013): "Kurzes Hy, schnelles Balla – so wollen wir auch spielen." Um Sager war der Deutsche nie verlegen. Scheiterte letztlich auch an seinen eigenen Ansprüchen und sich selbst – obwohl man ihm fachlich nur wenig vorwerfen kann. Trainiert aktuell die U19 von Leverkusen, will’s nach Ende der Saison aber wieder im Erwachsenenfußball versuchen.

Markus Schopp (Interimstrainer 2013): Hat nach dem Rauswurf Hyballas die Mannschaft bis zum Ende der Saison betreut – konzentrierte sich danach mit Erfolg wieder auf seine Fähigkeiten als Talenteentwickler bei den Sturm-Amateuren.

Darko Milanic (Cheftrainer 2013 – 2014): Verließ Sturm nach etwas mehr als einem Jahr etwas überraschend, da auf eigenen Wunsch, nach England. Bei Leeds wurde er nach sechs sieglosen Spielen entlassen – seit März wieder Coach des NK Maribor.

Günter Neukirchner (Interimstrainer 2014): Ganze zwei Spiele währte das Cheftrainer-Intermezzo der Klub-Legende – aktuell Lehrer in der SMS Bruckner und Co-Trainer der Amateure.

Paul Gludovatz (Geschäftsführer Sport 2012): Drei Monate zeichnete der Burgenländer bei Sturm für die sportlichen Agenden verantwortlich – danach wurde der Vertrag aus "gesundheitlichen Gründen" aufgelöst. Klingt vier Jahre danach noch immer mysteriös, vor allem, weil er kurze Zeit später das Traineramt in Hartberg antrat, seit August 2015 wieder Cheftrainer der SV Ried.

Christopher Houben (Geschäftsführer Wirtschaft 2012): Als Quereinsteiger und junger Hoffnungsträger präsentiert, schmiss er nach einem halben Jahr das Handtuch. Arbeitet aktuell wieder in der Privatwirtschaft.

Ayhan Tumani (Geschäftsführer Sport 2012 – 2013): Seine Doppelfunktion als Co-Trainer und Geschäftsführer (also Chef seines Chef-Trainers) war wohl der Inbegriff der verfehlten schwarz-weißen Personalpolitik. Der Deutsch-Türke blieb mit Maßnahmen wie Betretungsverbote für Spieler in die Büroräumlichkeiten in Messendorf in Erinnerung – hilft aktuell bei seinem Jugendverein mit dem klingenden Namen FC Stukenbrock in der deutschen Bezirksliga als Trainer aus.
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