15.03.2016, 13:42 Uhr

Der Wald braucht Pflege und Betreuung

Ein Waldhelfer kontrolliert das Laden von zwei tonnenschweren Eichenstämmen.

Wälder liefern Holz und sauberes Trinkwasser, dienen der Erholung und schützen vor Naturgefahren.

BEZIRKE (raa). Die größten Waldgebiete unserer beiden Bezirke finden sich jeweils an den Rändern. Vor allem Haibach, Stroheim, Hartkirchen, Natternbach, Geboltskirchen und Haag bieten viele Waldflächen. Obwohl insgesamt nur rund ein Fünftel der Fläche in den Bezirken bewaldet ist, ist und bleibt der Wald ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. "Wertvolles Holz liefert nur ein nachhaltig gepflegter und gesunder Wald", weiß Forstberater Gerald Buchberger von der Landwirtschaftskammer Eferding.
Gemeinsam mit dem Bäuerlichen Waldbesitzerverband OÖ bietet die Landwirtschaftskammer OÖ "professionelle und verlässliche" Waldbetreuung an. Als verlängerter Arm der Forstberater agieren die Waldhelfer. Sie stehen den Waldbesitzern mit Rat und Tat zur Seite. Beispielsweise organisieren sie Durchforstungsmaßnahmen, Schlägerungen und helfen bei der Vermarktung der Hölzer. Eine wichtige Aufgabe der Waldhelfer ist der "Gesundheitscheck" der Wälder. Nach wie vor stellt der Borkenkäfer ein großes Problem dar, wie man in der Landwirtschaftskammer weiß. "Vor allem Fichten sind vom Borkenkäfer bedroht", bestätigt der Grieskirchner Forstberater Josef Hintermair. "Der letzte Sommer war sehr heiß und trocken, und das trieb die Population der Borkenkäfer in die Höhe", betont Buchberger. Der milde Winter ist eine weitere Begünstigung für den Schädling. Die Forstberater empfehlen größere Wachsamkeit. "Ist ein Baum vom Käfer befallen, kann er nur noch geschlägert und zerkleinert werden", so Buchberger. "Befallenes Material sollte auch nicht im Wald gelagert werden." Die Experten raten sogar zu einem Mindestabstand von 500 Metern zum nächsten Wald.

Gefahr durch Borkenkäfer
"Insektizide versucht man so wenig wie möglich einzusetzen. Am stehenden Baum geht das technisch ohnehin nicht", so der Eferdinger Forstberater. "Ein weiteres Problem ist, dass wir letztes Jahr ein Vollmastjahr hatten. Das heißt, dass die Fichte geblüht und vollen Zapfenbehang hat", so Hintermair. Dadurch ist der Wasserverbrauch der Bäume höher, was die Population des Kupferstechers, normalerweise ein eher harmloser Sekundärschädling, explodieren ließ.
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