01.06.2016, 09:07 Uhr

Kommentar: Armut kann heute fast jeden treffen

Der Satz "Gehen wir in die Weberzeile shoppen!" hat in Grieskirchen eine ganz andere Bedeutung als in Ried. Während dort Geld bei vielen eher keine Rolle spielt, müssen die Kunden in Grieskirchen jeden Cent zweimal umdrehen. "D'Weberzeile" ist in Grieskirchen ein Sozialmarkt für, ja, sagen wir es, arme Menschen. Dort stehen mitunter die Menschen auch schon Schlange, bis der Markt öffnet. Aber nicht um ein schickes, neues Smartphone zu erwerben. Sie wollen, brauchen Mehl, Zucker, Milch oder Nudeln – Selbstverständlichkeiten, die in unseren Speisekammern selten ausgehen. Nur sind diese Lebensmittel für die Kunden in den Sozialmärkten keine Selbstverständlichkeiten. Sozialmärkte sind auf Spenden angewiesen. Vielleicht sollten wir öfter spenden, anstatt verpackte, aber vom Ablauf bedrohte Lebensmittel achtlos wegzuwerfen.
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