22.09.2016, 13:30 Uhr

Millionenschwerer Fördertopf bei Mostlandl Hausruck

Die Leader-Region Mostlandl Hausruck sucht noch Projekte, die gefördert werden könnten.

BEZIRK (raa). Das regionale Bewußtsein stärken und die Lebensqualität in der Region verbesser – diese Ziele hat sich der Regionalverband Mostlandl-Hausruck als Leader-Region auf seine Fahnen geschrieben. In der Leader-Region Mostlandl-Hausruck haben sind mittlerweile 33 Gemeinde Mitglied. Im Fördertopf der Leader-Region stehen den Verantwotlichen 2,7 Millionen Euro zur Verfügung, die sie bis 2020 für Projekte von Privatpersonen und Vereinen ausgeben können. Aktuell sind sieben Projekte durch das Auswahlgremium beschlossen, genehmigt und auch schon in Umsetzung. Mehrere Projekte aus den Bereichen Tourismus, Wirtschaft und Jugend sind bereits in der Ausarbeitung, so Geschäftsführerin Ursula Kühberger. "Sie werden vom Projektauswahlgremium demnächst beschlossen." Finanziell entsprechen diese Projekte 17 Prozent des zur Verfügung stehenden Budgets. "Wichtig ist uns eine enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung", so Gerlinde Grubauer-Steininger vom Regionalverband.

Was ist Leader?

Leader ist als eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union schon 1991 entstanden. Mit den Geldern aus Brüssel werden modellhaft-innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert.
Beim Regionalverband Mostlandl-Hausruck sind eben gerade regionale Produkte ein Schwerpunkt in der lokalen Entwicklungsstrategie. Schon in der Vergangenheit hat man Impulse gesetzt und beispielsweise mehr regionale Produkte in den Handel gebracht. Vorstand des Vereins ist Obmann und Bürgermeister Martin Dammayr. Er kann sich auf ein kompetentes Team im Verein verlassen. "Sie leisten die Übersetzungsarbeit zur Administrative und den Projektgebern", so Dammayr.
Schon fleißig aktiv ist die Hausruck-Chorakademie. Die Kirchenchöre in der Region zu sichern und auch bei den Jungen wieder populär zu machen war die Idee von Initiator Walter Krenn aus Aistersheim. "In elf Pfarren sind schon 20 Referenten unterwegs, um Hilfestellungen zu bieten", so Projektmitarbeiterin Andrea Wimmer.
Auch in Sachen Film wurde ein Projekt gefördert. "Wir sind Heldinnen" der Haagerin Ursula Zapletal unter der Regie von Wolfram Paulus taucht tief in die Geschichte ein. "Wir haben so viele Leute gecastet und es war schön, die Begeisterung bei den Laienschauspielern zu erleben", so Zapletal.
Mit alten Filmen und vor allem Bildern beschäftigt sich das Regionalbildarchiv der Kulturvereine Neukirchen, Neumarkt und Waizenkirchen. "Aus einem alten Archiv haben wir 250.000 Negative gekauft, die jetzt eingescannt und öffentlich zugänglich gemacht werden sollen", so Thomas Scheuringer.
Der "Energiedetektiv" Franz Strasser will mit einer Klima- und Energiemodellregion vor allem auch das Bewußtsein der Menschen bilden.
Touristisch über die Gemeindegrenzen hinwegdenkeen will man zukünfig in Peuerbach, Natternbach und St. Agatha. "Wir wollen weg vom Kirchturmdenken und gemeinsame Angebote nutzen", so Siegfried Sageder.


Noch Idee und Projekte gesucht

Die Leader-Region Mostlandl-Hausruck ist nach wie vor auf der Suche, nach innovativen Projekten, die in das Konzept der Regionalentwicklung passen.

Fotos: Leader-Region Mostlandl-Hausruck
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