25.08.2016, 06:40 Uhr

Vereint oder allein – der Weg ist das Ziel

Mein Kommentar der Woche zum Thema Pilgern und Wallfahrten

Joggen, Walken, Wandern – für viele Menschen Betätigungen in der Freizeit, die sie an Grenzen bringen. In körperlicher Hinsicht. Grenzen spielen auch beim Pilgern eine große Rolle. Als Kontrapunkt zu unserer immer hektischeren Welt will man mit einer bewussten Entschleunigung eben Grenzen überwinden. Grenzen im Kopf. Beim Jakobsweg heißt das Ziel Santiago de Compostela, der Franziskanerweg führt in die ewige Stadt. Doch im Gegensatz zum Bergsteigen sind es nicht die Ziele, die erreicht werden wollen. Der Weg, so beschreiben es viele Pilger, ist das eigentliche Ziel. Im steten Gehen, ohne Zeitdruck, die Gedanken schweifen lassen, um ein Stück weit sich selbst zu finden. Viele suchen im stillen Dialog auch einen Gott, der vielen im Alltag abhanden gekommen ist. Oder der, mangels eigener Barmherzigkeit, gar nicht mehr vorhanden scheint.

Zum Artikel über Pilgern und Wallfahren
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