14.04.2016, 15:00 Uhr

"Aufgeben war nie ein Thema"

Martin Seifried fotografiert u. a. Hochzeiten, Porträts sowie Architektur. (Foto: Julia Mittermayr)

Martin Seifried ist mit dualpixel seit zwei Jahren selbstständig.

PRAM (jmi). 2014 hat sich Martin Seifried selbstständig gemacht. Seitdem knippst sich der Pramer durch ganz Österreich. Mit seiner Firma dualpixel schafft er Photographien für Unternehmen und Privatkunden.

BezirksRundschau: Bei dualpixel werden Photographie und Werbeagentur miteinander verbunden. Wie läuft die Arbeit?
Martin Seifried: "Es ist eine Herausforderung weil es zwei Firmen sind. Dass ich für beides zuständig bin, muss man den Kunden vermitteln. Toll ist es allemal, da ich Design und Photographie hier verbinde. Seit es gewerbefrei ist, ist der Markt überschwemmt. Sogenannte 'Nebenbeiphotographen' fahren mit Dumpingpreise rein. Es läuft schon viel über Empfehlungen, Kontakte sind das A und O. Es steckt viel Arbeit dahinter, was man auf dem ersten Blick nicht kennt. Aber Stillstehen ist nichts für mich, es muss immer weitergehen.

Apropos Stillstehen – in der Selbstständigkeit kommt man wohl nicht zum Ausruhen?
Gerade am Anfang steckt man 48 Stunden am Tag Arbeit rein (lacht). Schwierig ist es aber immer noch, schließlich arbeite ich in zwei Bereichen. Zudem kommen und gehen Trends. Ich will mich aber auch weiterbilden und Neues lernen. Kreativität spielt dabei auch eine große Rolle. Ich halte die Augen offen und hole mir dit nötige Inspiration auch von den Kollegen.

Auch schon mal an Grenzen gestoßen?
Mit der Photographie und der Grafik hab ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Aber den Aufwand für andere Tätigkeiten wie Eigenwerbung, Buchhaltung, Büroorganisation habe ich schon unterschätzt. "Selbst" und "ständig" trifft es auf jeden Fall. Teilweise war ich auch verzweifelt, aber als Ehrgeizler war Aufgeben nie Thema. Man braucht Geduld und Ausdauer – da bin ich auf einem guten Weg.

Die Modellauswahl erstreckt sich von Architektur bis Akt – gibt es Vorlieben?
Ich sehe meine Zielgruppe hauptsächlich im B2B-Bereich, also in der Arbeit mit Unternehmen. Dabei ist vor allem die Bandbreite ausschlaggebend, wie Imagephotographie, Architektur, Porträts. Aber auch mit Privatkunden möchte ich weiterarbeiten. Eines steht fest: Ich möchte durch Qualität und Professionalität überzeugen. Das Feedback meiner Kunden ist dabei sehr wichtig.

Weil wir gerade von Kunden sprechen. Sie arbeiten auch mit einer Art Photobox, dem "Buzzern", mit der man sich bei Veranstaltungen selber knipsen kann. Die Photobox ersetzt sie damit sozusagen.
Die Leute sind schon begeistert, wenn es ums "Buzzern" geht. Viele verlieren dabei auch mehr die Hemmung, schließlich steht der Photograph ja nicht mehr vor ihnen. So entstehen auch die verrücktesten Fotos: Die Leute springen in die Luft oder werfen mit Geld. Aber die Qualität ist natürlich anders, als wenn es ein Photograph macht.

Einen Plan B hat Seifried übrigens nicht: "Den werde ich hoffentlich nicht brauchen", lacht der Pramer.

Neugierig auf Fotos? Seine Arbeiten zeigt Seifried auf www.dualpixel.at. Foto-Fans dürfen auch gern einen Umweg in den Nachbarbezirk machen: In Ried/Innkreis darf man ein Bild bei der Ausstellung "Menschenbilder Oberösterreich" (von 19. April bis 10. Mai) sehen.
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