10.04.2016, 13:45 Uhr

Bezirksjagdtag Güssing

Bezirksjägermeister Kurt Kanzer bei seinen Berichten
Kukmirn: Mehrzweckhalle | KUMIRN (ps). Bezirksjägermeister Kurt Kanzer durfte seine Waidkameraden im Apfeldorf Kukmirn bei Anwesenheit von viel Politprominenz empfangen. Die zuständige Landesrätian Verena Dunst war dabei, Jürgen Schabhüttl, Walter Temmel und Wolfgang Sodl und viele Bürgermeister, voran der Gastgeber Franz Hoanzl.

Kurt Kanzer legte eine stabil gebliebene Streckenbilanz vor. Im Jahr 2015 wurden im Bezirk Güssing 149 Hirsche, 3000 Rehe und 790 Wildschweine erlegt. Lediglich ein Hirsch der Altersklasse I (10 Jahre alt) war dabei.

Angesagte Fuchsansitznächte brachten nur 30 Füchse zur Strecke, was auf den schneelosen Winter zurückzuführen ist.
An Wildschaden wurden von den Jägern 102.173 Euro an die Bodenbewirtschafter entrichtet.
Die Öffentlichkeitsveranstaltung "Jäger im Advent" brachte für das Seniorenheim Limbach 2400 € ein.

Kompetent aus der Seele der Jäger sprach die Wildtierreferentin Charlotte Klement, die dafür eintrat, die Wildschadensverantwortung von den Jägern zu nehmen. Tatsächlich verursacht der Jäger keinen Wildschaden. Grundeigentümer erhalten von den Grundbewirtschaftern und den Jagdpächtern Zahlungen, worüber zu diskutieren wäre.

Zur Greifvogelschonung meinte sie biologisch überlegend: "man kann nicht eine Wildart auf Kosten der anderen schützen".

Zur Aujeszkyschen Krankheit gab Charlotte Klement leichte Entwarnung: " Im Bezirk Jennersdorf wurden 47 % der Schweine mit Antikörpern festgestellt. Die Viren sind für Menschen nicht gefährlich, das Wildbret ist genießbar. Es sind auch keine Hunde zu Schaden gekommen, für die die Krankheit als tödlich gilt".

Neu bezeichnet die Wildtierreferentin die Unterscheidung der "führenden Bache" vo der "säugenden Bache", der gestreifte Frischlinge folgen.
Die Jagd auf die Frühjahrsschnepfe beim Schnepfenstrich ist aufgrund von EU Regelungen aktuell verboten.

Der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Andreas Duscher beschäftigte sich mit der Feststellung von Neuzuwanderern wie den Goldschakal. "Wir arbeiten mit akustischen Methoden. In der Nacht werden Signale über Lautsprecher ausgesendet, auf die eventuell von frei lebenden Tieren geantwortet wird".

Das Jagdgesetz soll neu formuliert werden. "700 Seiten Stellungnahmen dazu sind eingegangen" sagte Verena Dunst, und sie nutzte ihre Wortmeldung auch dazu, sich vom Verein gegen Tierfabriken deutlich zu distanzieren. "DDr. Balluch hat aber das Recht, wie jeder andere, Stellungnahmen einzubringen".
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