30.08.2016, 04:00 Uhr

Knifflige Schulsanierung steht in Eberau bevor

Das Land will keine bauliche Sanierung einer katholischen Privatschule wie jene in Eberau fördern.

Josefinum: Landesregierung knüpft Förderung an Bedingungen

Bei der Neuen Privatmittelschule "Josefinum" in Eberau steht eine grundlegende Sanierung des Gebäudes an. Auf rund 2,5 Millionen Euro belaufen sich erste Schätzungen - eine Summe, die die Gemeinde Eberau als Schulerhalterin aber nur schwer stemmen kann. Sie hat daher bei Landeshauptmann Hans Niessl um eine Sonderbedarfszuweisung vorgefühlt.

Dieser knüpft eine Zusage aber an die Bedingung, die katholische Schule aus dem Schoß der Kirche wieder in jenen der Landesregierung zurückzuführen und in das öffentlich-rechtliche Schulsystem zu übernehmen.

Nur noch Außenstelle

"Die NMS Eberau würde als Außenstelle einer größeren Neuen Mittelschule geführt werden. Damit würde die Möglichkeit geschaffen, Fördergeld des Landes für die Sanierung in Anspruch zu nehmen", sagte Niessl nach einem Gespräch mit Bischof Ägidius Zsifkovics sowie Gemeinde- und Pfarrvertretern.

"Der Vorstand des Josefinum-Betreibervereins wird darüber beraten", kündigte Bürgermeister Johann Weber an. Sollte Eberau wieder eine öffentlich-rechtliche Schule werden, sei aber klar, dass das bisherige Bildungskonzept aufgegeben werden müsse. "Wir haben uns als bilinguale, grenzüberschreitende Schule positioniert. Die ungarischen Schüler müssten dann die Schule wieder verlassen", gibt Weber zu bedenken.

Der Schließung der Hauptschule wegen gesunkener Schülerzahlen im Jahr 2008 waren heftige politische Auseinandersetzungen vorausgegangen. 2009 erfolgte die Wiedereröffnung als katholische Privatschule Josefinum mit Öffentlichkeitsrecht. Seitdem sind die Schülerzahlen deutlich gestiegen. Aktuell besuchen 60 österreichische und 57 ungarische Kinder das Josefinum.
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