20.03.2016, 16:46 Uhr

Neuberger Bürgermeister starb nach Blinddarm-Operation

Daniel Neubauer starb zweieinhalb Monate vor seinem 50. Geburtstag.
Eine Blinddarm-Operation im Krankenhaus Güssing wurde dem Neuberger Bürgermeister Daniel Neubauer zum tödlichen Verhängnis. Der 49-jährige ÖVP-Gemeindepolitiker starb am Sonntag, vier Tage nach dem Eingriff.

"Es hat sich um eine notwendige Akutoperation aufgrund einer Blinddarmentzündung gehandelt", berichtet Kurt Resetarits, ärztlicher Direktor für das Krankenhaus Güssing. "Nach der Operation traten Komplikationen in Form einer Nachblutung und eines Herz-Kreislauf-Stillstandes auf."

Auch eine Notoperation konnte Neubauer nicht retten. "Die Blutung konnte zwar gestillt werden, aber es kam zu einem mehrfachen Organversagen. Am Freitag wurde der Patient in sehr kritischem Zustand in die Universitätsklinik Graz verlegt", so Resetarits weiter.

Dort starb Neubauer am Sonntag. Die Staatsanwaltschaft Graz hat die Ermittlungen aufgenommen.

"Extrem selten"

"Es ist absolut bedauernswert. Alle im Spital sind zutiefst betroffen. Statistisch gesehen blutet jede 200. Operation nach. Aber eine solche Komplikation ist extrem selten", so Resetarits. Der Fall werde sowohl spitalsintern als auch extern analysiert, verspricht er.

Seit 10 Jahren Bürgermeister

Neubauer, der auch Amtmann von Neuberg im Burgenland war, hatte das Amt des Bürgermeisters im Jahr 2006 übernommen. Seine Amtsgeschäfte führt interimistisch Vizebürgermeisterin Birgit Karner (SPÖ) weiter. Die nach der Gemeindeordnung vorgesehene Neuwahl des Bürgermeisters dürfte im Sommer stattfinden.

Neubauer hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Kondolenzbuch aufgelegt

Im Sitzungssaal der Gemeinde Neuberg wurde ein Kondolenzbuch aufgelegt. Die Bürger haben täglich von 7.00 bis 19.00 Uhr die Gelegenheit, ihre Anteilnahme mit einer persönlichen Eintragung zu bekunden.
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