16.08.2016, 15:00 Uhr

Reinersdorfer Tier-Hof im Visier von Vandalen

Aufgespießter Hühnerkopf: Immer wieder töten Unbekannte Tiere des Erlebnisbauernhofs.

Einen Therapie-Bauernhof haben sich unbekannte Saboteure seit über zwei Jahren als Zielscheibe auserkoren.

Mutwillig getötete Tiere, demolierte Spielgeräte, heimlich geöffnete Tiergatter, gestohlene Heuballen - die Liste der Sabotage-Akte, mit denen Eva Maria Scheibe auf ihrem Reinersdorfer Erlebnisbauernhof in den letzten beiden Jahren konfrontiert war, ist lang. Jetzt haben Vandalen erneut zugeschlagen: Zehn auf einer Wiese gelagerte Siloballen wurden mit einem Messer aufgeschlitzt, das darin gelagerte Winterfutter für Scheibes Therapie-Tiere ist unbrauchbar.

"Wut, Neid und Aggressivität"

Die Geduld der Psychologin und Therapeutin wird damit erneut auf eine harte Probe gestellt. "Hinter diesen ganzen Attacken stecken so viel Wut, Neid und Aggressivität, dass es einen fassungslos macht", so Scheibe.

Tiergestützte Therapie

Dabei verfolgt sie mit ihrem 2014 eröffneten Erlebnisbauernhof ganz andere Ziele. Kinder und Erwachsene, die mit körperlichen oder psychischen Problemen kämpfen, sollen mit Hilfe von tiergestützter Therapie neuen Lebensmut finden oder ihre Sinneswahrnehmung schärfen. Esel, Islandpferde, Ponys, Ziegen, Schafe, Hunde, Katzen und Gänse stehen als tierische "Therapeuten" bereit.

Mutwillig getötete Tiere

Auf einem Apfelbaum aufgespießte Hühnerköpfe oder mutwillig getötete Ziegen, die von Unbekannten in einem Stall aufgehängt wurden, stehen dazu allerdings in krassem Widerspruch. "Ein Hasenstall wurde unter Strom gesetzt, ein Pferdegatter des Nachts geöffnet, ein Wassertank heimlich aufgedreht, Holzschnitzel in meinen Traktortank gefüllt", zählt Scheibe auf.

Wer hinter all dem steckt, kann sie nur mutmaßen. "Die meisten Reinersdorfer stehen hinter mir, aber es gibt gegen meine Person auch immer wieder Anfeindungen", schildert Scheibe, die seit 26 Jahren ein Bauernhaus im Ort hat. Sogar persönliche Bedrohungen gegen Leib und Leben seien schon geäußert worden.

"Ermittlungen laufen"

Bei der Polizei sind die Vandalenakte der letzten Jahre dokumentiert. "Zum aktuellen Fall sind die Ermittlungen aufgenommen worden, es gibt aber dazu noch keine Ergebnisse", sagt Barbara Laschitz vom Landespolizeikommando.
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