28.09.2016, 04:00 Uhr

Mehrere Bürgermeister vor dem Rückzug

Ein Jahr vor der eigentlichen Neuwahl werden etliche Gemeindechefs ihr Amt zurücklegen. (Foto: Scheide)

Franz Glaser, Franz Tauss, Erwin Hafner und Emil Grandits legen ihre Ämter noch heuer zurück

Ein Jahr vor der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl 2017 bahnen sich in etlichen Gemeinden der Bezirke Güssing und Jennersdorf vorzeitige Bürgermeisterwechsel an.

Grund ist der gesetzliche Passus, wonach innerhalb des letzten Jahres vor dem eigentlichen Wahltermin bei einer Neuwahl des Gemeindechefs keine Volksentscheidung notwendig ist, sondern nur eine Wahl durch den Gemeinderat. Dadurch haben potenzielle Nachfolger ein gutes Jahr Zeit, sich im neuen Amt zu profilieren.

Fix ist der Rückzug von Franz Glaser (ÖVP), der seit 1987 Bürgermeister von Burgauberg-Neudauberg ist. "Am 31. Dezember ist Schluss", legt sich Glaser fest, der auch Abgeordneter im Nationalrat und im Landtag war.

Die Nachfolge werde sich in den nächsten Wochen klären. "Es gibt einige Personen, die als Kandidaten in Frage kommen", so Glaser.

Der Rudersdorfer Bürgermeister Franz Tauss (ÖVP) macht ebenfalls Schluss. "Es ist fix, dass ich 2017 nicht mehr antrete", so der seit 1997 im Amt befindliche Tauss. Ende Jänner geht er als Amtmann in Pension, die Funktion des ÖVP-Ortsobmanns hat er heuer an Manuel Weber übergeben.

Auch die Amtszeit des Deutsch Kaltenbrunner Bürgermeisters Erwin Hafner (SPÖ) neigt sich dem Ende zu. "Ich werde 2017 nicht mehr kandidieren, meine Fraktion weiß darüber Bescheid", sagt Hafner, der seit 2001 amtiert und seit 24 Jahren in der Gemeindepolitik tätig ist.

"Höchstwahrscheinlich mit 1. Dezember" werde er sein Amt zurücklegen. Die SPÖ werde einen entsprechenden Nachfolgekandidaten vorschlagen, sagt Hafner.

In Hackerberg wird Bürgermeister Emil Grandits (ÖVP) im Laufe des Novembers zurücklegen. "Ich bin seit 40 Jahren in der Gemeindepolitik, einmal muss ein Ende sein", legt sich Grandits fest. Seit der Abtrennung Hackerbergs von Ollersdorf im Jahr 1991 führt er die Gemeinde. Wer ihm nachfolgen soll, sei ÖVP-intern bereits geregelt. "Den Namen geben wir rechtzeitig bekannt", kündigt Grandits an.

In Neuhaus am Klausenbach ist nach den Worten von Helmut Sampt (ÖVP) "alles offen". Seine Parteifraktion werde Mitte Oktober die weitere Vorgangsweise besprechen. Sampt ist seit 1997 im Amt.

Ob Wilhelm Pammer (ÖVP), der in Gerersdorf-Sulz seit 1989 amtiert, im nächsten Jahr noch einmal antritt, ist offen: "Die Frage ist noch nicht entschieden."

Ähnlich äußert sich Reinhard Knaus (SPÖ), der in Mühlgraben seit 14 Jahren Bürgermeister ist: "Es ist noch keine Entscheidung getroffen."

Auch der Heugrabler Ortschef Josef Bauer (ÖVP) sagt, sein Antreten bei der Wahl 2017 sei noch nicht fixiert. Bauer ist seit 1992 Bürgermeister.

Ob die Ära von Wilhelm Thomas (ÖVP) in Jennersdorf, die seit 1992 dauert, ihre Fortsetzung findet, ist derzeit ebenfalls offen. "Der Zeitpunkt für eine Entscheidung ist zu früh. Wir haben darüber noch nicht geredet", sagt Thomas.
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