06.05.2016, 18:35 Uhr

ÖVP plant Südburgenland-Kongress

"Rot-blaue Landesregierung glänzt durch Untätigkeit", kritisieren Thomas Steiner (Mitte) und die ÖVP-Mandatare. (Foto: ÖVP)

Opposition vermisst Impulse für die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf - SPÖ weist Vorwürfe zurück

OLLERSDORF. Die ÖVP hat für den Herbst einen Südburgenland-Kongress angekündigt, auf dem Konzepte zur Weiterentwicklung der Region erarbeitet werden sollen. "Die Arbeitslosigkeit steigt, von der rot-blauen Landesregierung kommen keine eigenen Initiativen", begründete ÖVP-Landesobmann Thomas Steiner bei einem Pressegespräch in Ollersdorf.

"Das Südburgenland-Paket, das SPÖ und FPÖ im Landtag eingebracht hat, ist die größte Beleidigung, die man der Region antun kann. Es enthält nichts außer acht Überschriften", kritisierte Klubobmann Christian Sagartz.

Für Breitband-Ausbau

Nichts weitergegangen sei seit einem Jahr beim Ausbau des Breitband-Internet, merkte LAbg. Michaela Resetar an. Ausnahmen gebe es nur dort, wo sich einzelne Bürgermeister engagiert hätten. "Der Ausbau muss mittels Glasfaserkabel erfolgen. Kleine Funklösungen helfen nur kurzfristig weiter", hielt Resetar fest.

Bei der notwendigen Verbesserung der Verkehrsanbindung herrsche Stillstand, kritisierte LAbg. Walter Temmel. "Hier hinkt der Süden dem Norden ordentlich hinterher."

Verkehrsanbindung

Trotz Spatenstichs vor einem Jahr rollen am Baugrund der S7 noch immer keine Bagger, erinnerte LAbg. Bernhard Hirczy. Zahlreiche Betriebsansiedlungen in den südlichen Bezirken seien in den vergangenen Jahren an fehlender Verkehrsinfrastruktur gescheitert.

Für die Eisenbahn fordert Hirczy bessere Taktverbindungen aus Jennersdorf in Richtung Graz. "Viele Pendler aus dem Bezirk Jennersdorf fahren mit dem Auto nach Fehring oder Gleisdorf, weil von dort mehr Züge in den Raum Graz fahren."

Außerdem sprach sich Hirczy für die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen St. Gotthard und Graz sowie für die Aufwertung des Jennersdorfer Bahnhofs aus.

"Spitals-Ausreden vorbei"

Was das Krankenhaus Oberwart betrifft, sei die Zeit der Ausreden vorbei, stellte LAbg. Georg Rosner fest. "Zig Millionen Euro haben die Fehlplanungen verschlungen. Konkrete Informationen über Baubeginn, Fertigstellung und Kosten blieben lange Zeit aus." Zum Spitalsprojekt gehöre auch eine umfassende Verkehrs- und Parkraumstrategie. Rosner bot der Landesregierung hier die Zusammenarbeit an.

Bundesrätin Marianne Hackl vermisst Maßnahmen für leistbares Wohnen und gesicherte Arbeitsplätze.

SPÖ-Schnecker: Sind auf gutem Weg"

Aus der SPÖ wies LAbg. Ewald Schnecker die ÖVP-Aussagen zurück. "Die Landesregierung hat sich für das Süd- und Mittelburgenland in dieser Arbeitsperiode eine Investitions-Offensive von rund 1,5 Milliarden Euro vorgenommen. Wir sind auf einem guten Weg. Vom Höhenflug im Tourismus über die Rettung des Uhudlers bis hin zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur gibt es beachtliche Erfolge."

Mit dem Neubau des Krankenhauses Oberwart finde die bislang größte Landes-Investition in der Geschichte des Burgenlandes im Landessüden statt, ergänzte Schnecker.
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