22.03.2016, 14:41 Uhr

Forstwirtschaft schlägt "Borkenkäferalarm"

Greifen Waldbesitzern mit Beratung und Förderung unter die Arme: Hubert Iby, Verena Dunst, Franz Stefan Hautzinger, Herbert Stummer (von links).
Im Kampf gegen den Borkenkäfer ist jetzt die entscheidende Zeit im Jahr. "Waldbesitzer sollten jeden einzelnen Baum anschauen. Jeder von Borkenkäfern befallene Baum, der stehen bleibt, ist eine Gefahrenquelle", warnte Forstexperte Herbert Stummer von der Landwirtschaftskammer bei einer Informationsveranstaltung im Gasthaus Wehofer in Deutsch Tschantschendorf.

Massive Ausbreitung

Die trockenen Sommer der letzten Jahre haben die Ausbreitung der Baumschädlinge vor allem in den Bezirken Güssing, Oberwart und Jennersdorf massiv begünstigt. "Schätzungsweise 100.000 Festmeter Fichten-Schadholz waren 2015 allein dem Borkenkäfer zuzurechnen, das waren 15 % des gesamten Einschlages", berichtet Forstdirektor Hubert Iby. Fichten sind die bevorzugte Baumart des Buchdruckers, des Kupferstechers und der anderen Borkenkäferarten.

Die Landesregierung hat eine Förderaktion zur Bekämpfung von Buchdrucker, Kupferstecher & Co. lanciert. "150.000 Euro stehen dank zweier EU-Förderprojekte bereit", teilte Agrarlandesrätin Verena Dunst mit. Gefördert werden vorbeugende Maßnahmen, Borkenkäfer-Monitoring und der Ankauf von Schutz- und Bekämpfungsgeräten.

Entscheidend für die Belastung im heurigen Jahr wird das Frühjahrswetter. "Über 16 Grad Tagestemperatur fliegen die Käferweibchen aus. 200 Weibchen können in einem Jahr drei Millionen Nachkommen produzieren", warnte Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefen Hautzinger, der "Borkenkäferalarm" schlug.

Waldbesitzer sind zur Bekämpfung des Borkenkäfers übrigens auch gesetzlich verpflichtet.

Hilfe und Beratung bei der Borkenkäfer-Bekämpfung

Waldverband und Landwirtschaftskammer der Bezirke Güssing bzw. Jennersdorf:
0664/4102617
Forstverwaltung der Waldwirtschaftsgemeinschaften:
03355/21072
0664/3454784
Verein Uferholz:
03355/2107242
0664/1456505
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