24.04.2016, 15:18 Uhr

SPÖ fordert Obergrenze für ausländische Arbeitnehmer

Bezirksvorsitzende Verena Dunst und ÖGB-Regionalsekretär Edmund Artner sorgen sich um die Inländer am Arbeitsmarkt.
Die SPÖ des Bezirks Güssing tritt dafür ein, die EU-weit geltende Freizügigkeit von Arbeitnehmern einzuschränken. "Für Branchen wie den Bau, in denen besonders viele Ausländer beschäftigt sind, sollte zumindest temporär ein Zahlenlimit eingezogen werden", fordert Bezirksvorsitzende Verena Dunst.

Grund sei das zunehmende Lohn- und Sozialdumping, das heimische Arbeitnehmer benachteilige. Dunst ist zudem für die Verschärfung der EU-Entsenderichtlinie. "Ausländische Betriebe, die ihre Beschäftigten nach Österreich zur Arbeit schicken, zahlen weniger Sozialabgaben." Um illegale Beschäftigung aufzudecken, solle die Zahl der derzeit 18 Finanzpolizisten um 50 aufgestockt werden.

Die SPÖ unterstützt auch den Vorschlag, die Familienbeihilfe für Kinder zu kürzen, deren Eltern in Österreich arbeiten, die aber selbst nicht in Österreich leben.

Die Beschäftigung von Ausländern im Burgenland ist von 2010 bis 2015 um 56 % gewachsen, berichtet ÖGB-Regionalsekretär Edmund Artner. Ihre Zahl stieg von 14.000 auf 22.000, während die Zahl der beschäftigten Inländer mit 77.000 annähernd konstant blieb.
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