11.10.2016, 10:10 Uhr

Auch unheilbar Kranken kann geholfen werden

Im Landeskrankenhaus Hall gibt es den ersten Palliativkonsiliardienst Tirols, der PatientInnen in ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet.

HALL. Unheilbar Kranke benötigen besondere Begleitung und Betreuung. Sie können zwar nicht geheilt werden, aber ihre Beschwerden können gelindert werden. Darum kümmert sich die Palliativmedizin.
Deshalb gibt es am LKH Hall seit März 2016 einen auf Palliativmedizin spezialisierten Konsiliardienst (PKD), der als zusätzliche Unterstützung angefordert werden kann.
„Wir sind ein multiprofessionelles Team aus Medizinern, Pflegenden und einer Sozialarbeiterin und sind spezialisiert darauf, Menschen zu helfen, die an einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung leiden“, erklärt Matthias Kopfsguter, Teamleiter des PKD, das Konzept.
Das achtköpfige Team unterstützt ÄrztInnen und Pflegepersonen im Krankenhausalltag, wenn diese Unterstützung benötigt wird.
Der Bedarf ist groß: Allein im letzten halben Jahr versorgte der PKD 68 PatientInnen, für mehr als die Hälfte von ihnen konnte eine adäquate Betreuung zuhause organisiert werden.
„Wir versuchen, die Wünsche der Patientinnen und Patienten zu erfüllen. Sie sollen selbst entscheiden können, ob sie zuhause, im Hospiz oder in einer anderen Betreuungseinrichtung versorgt werden Dann helfen wir gerne bei der Organisation der Entlassung oder der Verlegung“, so Michaela Schallhart, Teamkoordinatorin des PKD.

Ganzheitliche Betreuung

Das Team arbeitet mit PsychologInnen, SeelsorgerInnen, Physio-/ErgotherapeutInnen, DiätologInnen sowie ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen zusammen und kann so in zahlreichen Bereichen unterstützen – damit kann eine ganzheitliche Betreuung gewährleistet werden.
„Ich bin sehr stolz darauf, dass das Landeskrankenhaus Hall hier Vorreiter ist. Zu verdanken ist das dem außerordentlichen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, zeigt sich Gabriele Kühbacher, Ärztliche Direktorin des LKH Hall zufrieden.
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