12.10.2016, 08:32 Uhr

Regionalbahn endet in Neu-Rum

Im Jahr 2020 wird die Regionalbahn in Neu-Rum in Betrieb gehen, Endstation ist beim Rumer Bahnhof. (Foto: IVB)

Vergangene Woche wurde das Straßenbahnprojekt der Rumer Bevölkerung vorgestellt.

RUM/INNSBRUCK. Zurzeit gibt es in den Innsbrucker Ortsteilen Pradl und Reichenau zahlreiche Baustellen wegen der Regionalbahn. In den nächsten Jahren werden sich diese Baustellen Richtung O-Dorf und Neu-Rum verlagern. 2018 soll die neue Straßenbahnlinie 2 die Buslinie O ersetzen, Ende 2020 soll die Regionalbahn mit der Endstation Rumer Bahnhof in Betrieb gehen.
"Die Fahrgäste werden zukünftig leiser, schneller und komfortabler befördert", versprach LHStv. Ingrid Felipe bei der Präsentation des Projektes in der Mittelschule Neu-Rum. "Die Linie O ist Österreichs meistgenützte Buslinie mit 36.000 Fahrgästen pro Tag. Wir stoßen dabei an Kapazitätsgrenzen. Zu den Stoßzeiten sind die Busse übervoll. Ein Gelenkbus kann 110 Fahrgäste transportieren, eine Straßenbahndoppelgarnitur 320. Das ist ein Quantensprung", freut sich IVB-Chef Martin Baltes.
Bgm. Kopp bat um Verständnis, dass es bis zum Jahr 2020 zu Behinderungen durch Baustellen kommen wird: "Wenn die Straße schon einmal aufgerissen wird, erneuern wir auch gleich Wasser- und Stromleitungen und den Kanal, dann gibt es in den Folgejahren weniger Baustellen. Außerdem werden wir in der Serlesstraße im Zuge der Oberleitungsarbeiten für die Regionalbahn auch gleich die Straßenbeleuchtung verbessern."

Endstation beim S-Bahnhof
Die neue S-Bahn wird durch die gesamte Serlesstraße fahren und zuletzt noch die B 171 Haller Straße überqueren und direkt vor dem Rumer Bahnhof halten. Dort kann man dann barrierefrei auf die S-Bahn umsteigen. Wegen der neuen Streckenführung muss die Kreuzung B 171/Siemensstraße komplett umgebaut werden.

Keine Erweiterung nach Hall
Das Regionalbahnkonzept sah ursprünglich eine Linie von Völs bis nach Hall vor. Offiziell wird über die Weiterführung nach Hall erst 2018 entschieden. Angedacht war, dass die Bahn dabei große Teile von Hall erschließt und z. B. beim Schwimmbad und dem LKH vorbeifährt. Momentan liegt aber weder ein brauchbares Konzept noch eine Kostenschätzung vor. Auch bei großzügiger Unterstützung durch Bund und Land müsste Hall wohl einen zweistelligen Millionenbetrag beisteuern, Hall hat aber keinerlei Rücklagen für eine Regionalbahn.
"Ich kann mir eine Linienführung quer durch Hall nicht vorstellen, dafür fehlt einfach der Platz", gibt Bgm. Eva Posch zu bedenken. Sie hält es für möglich, dass die Regionalbahn wie früher die legendäre 4er-Straßenbahn parallel zur B 171 bis zum Unteren Stadtplatz fährt.
Posch verweist dafür auf die S-Bahn, die auf den Gleisen der ÖBB fährt: "Die S-Bahn ist das schnellste Verkehrsmittel. Immer mehr Menschen steigen auf die Bahn um, durch die Haltestellen in Hall West oder bei den Innsbrucker Messehallen wird sie noch attraktiver."
Link zum KOMMENTAR: Straßenbahn für Rum, ÖBB für Hall
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