10.03.2016, 10:38 Uhr

Rodeln mit Tradition

Stefan Prantner stellt die Kufen für seine Rodeln aus ausgewählten Eschenholz selber her.

Rodlbau Prantner in Absam arbeitet in der fünften Generation

ABSAM (sf). 1859 wurde von Andrä Prantner der Wagnerbetrieb gegründet. Damals stellte man vor allem Holzwagen, Holzräder und auch große Schlitten, die im Winter zum Transport verwendet wurden, her. Im Lauf der Zeit entwickelte sich das Handwerk immer mehr von der Wagnerei zum Rodelbau.
In der fünften Generation übernahm Stefan 2013 die Werkstatt für Rodelbau und Wagnerei vom Vater. Die Erfahrungen werden von Generation zu Generation weitergegeben. Durch diese jahrzehntelangen Entwicklungsarbeiten steht der Betrieb heute für Qualität und zufriedene Kunden.
Am meisten Rodeln verkaufen die Prantners in der Weihnachtszeit. Schon kurz nach Ostern beginnt man mit der Produktion. Das Herzstück der Rodel sind die Kufen. Luftgetrocknetes Eschenholz wird mit Dampf behandelt, gebogen und fixiert. Erst nach ca. drei Monaten kann man dann das Holz weiterverarbeiten. Das Holz wird der Länge nach halbiert. So bestehen die beiden Kufen aus dem gleichen Holz mit den gleichen Eigenschaften und der gleichen Biegung. Die Form der Rodeln hat die Familie im Lauf der Zeit optimiert.
Stefan Prantner hat auch mit anderen Materialien wie Kunststoff experimentiert, ist aber beim Holz geblieben. "Holz ist flexibel und federt Stöße ab. Hat eine Karbonrodel einen großen Kratzer, ist sie eigentlich kaputt. Eine Holzrodel hingegen ist sehr stabil und man kann sie auch wieder reparieren", erklärt Prantner. Eine Qualitätsrodel hält Jahrzehnte und wird oft von einer Generation an die nächste weitergegeben. "So langlebig ist nur Holz", ist sich Prantner sicher.
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