11.04.2016, 10:47 Uhr

Eine seelenrührende Geschichte über die vorletzten Fragen

Mrs. Baker kann das verschlossene Herz des älteren Herren erweichen.
Eine rührende Geschichte über den Lebensabend im Altersheim erzählt die Theatergruppe KAWOST Altenmarkt mit ihrem aktuellen Stück „Schon wieder Sonntag“. Die Tragikomödie von Bob Larbey spielt in einem Altersheim in England.

Cooper, die Hauptfigur des Stückes, ist ein zynischer alter Mann. Authentisch und überzeugend dargestellt von Andreas Hohensinner spürt man das aufkommende Selbstmitleid Coopers. Er trauert noch immer um seine, vor langer Zeit, verstorbene Frau, das Gehen fällt ihm zunehmend schwerer und die anderen Mitbewohner des Altersheims bezeichnet er gerne als Zombies. Auch die Besuche seiner Tochter (gespielt von Tanja Sommerbauer) und dessen Ehemanns (gespielt von Manfred Hartl) jeden ersten Sonntag im Monat erträgt er widerwillig. Einzig der tägliche rhetorische Schlagabtausch mit den attraktiven Damen, der Krankenschwester Wilson und der Reinigungsfrau Mrs. Baker, der auch einem leichten Flirt gleicht, gehört für ihn zu den Lichtblicken des Alltags. Gemeinsam mit seinem besten Freund im Altersheim Aylott, gespielt von Reinhard Riegler, kämpfen Sie gemeinsam dagegen an, selbst zu „Zombies“ zu werden.

Das Stück schildert die Situation zweier gebrechlicher Freunde im Kampf um die Bewahrung der menschlichen Würde. Doch anstatt zu bedrücken - berührt die Darstellung - und setzt ein bedeutendes Thema gekonnt in Szene.
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