16.09.2016, 10:05 Uhr

Förderrichtlinien wurden neu bestimmt

Riesenbaustelle: Bgm. Rupert Fleischhacker im Sommer am Hang in Reigersberg während der Arbeiten. (Foto: KK)

Der Ilzer Gemeinderat beschloss, wichtige Gemeindezuschüsse ab 2017 zu vereinheitlichen.

Das Plenum der Marktgemeinde Ilz tagte erstmals nach der Sommerpause. Im öffentlichen Teil wurden 12 Tagesordnungspunkte zügig und in weitreichender Übereinstimmung abgearbeitet, darunter die Festsetzung von Gemeindeförderungen und Zuschüssen.

Lehrlingsausbildung gefördert

Zu den maßgelbichsten Beschlussfassungen zählte die Festsetzung neuer Förderrichtlinien in wichtigen Bereichen, die ab 1. Jänner 2017 zur Vereinheitlichung der Zuschüsse in der Marktgemeinde Ilz führt. Schon im März wurde von den Mandataren festgelegt, dass Jugendliche für die erfolgreich absolvierte Lehrabschlussprüfung oder die bestandene Matura bei Vorlage des Zeugnisses im Marktgemeindeamt 50 Euro erhalten. Mit 100 Euro belohnt die Marktgemeinde Ilz den Hochschulabschluss und den Meisterbrief.
Ab Jahresbeginn, wie der Gemeinderat nun einstimmig verabschiedete, werden Lehrbetriebe pro auszubildendem Lehrling einmalig mit 440 Euro unterstützt. Eine einmalige Förderung von 500 Euro werden künftig je Einfamilienwohnhaus für Alternativ-Energieanlagen ausbezahlt. Dazu gehören Solar-, Biomasse- und Kleinfeuerungsanlagen, Erdwärme-, Luftwärme-, und Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Für einen zusätzlichen Anschluss werden nochmals 100 Euro genehmigt. Sobald eine Benützungsbewilligung vorhanden ist, zahlt die Marktgemeinde Beherbergern ebenfall einmalig einen Betrag von 1.000 Euro pro Gästezimmer. Die Errichtung von Haus- und Hofzufahrten bis zur nächstgelegenen, überdachten Abstellfläche und bis zu maximal 30 Laufmeter wird mit 20 Euro je Laufmeter gefördert. Voraussetzung für den Erhalt von zusätzlich 200 Euro für die auf dem Gemeindestraßengrund gelegene „Einfahrtstrompete“ ist eine ordnungsgemäße Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers. Bürgermeister Rupert Fleischhacker erhielt in der Agenda gleichzeitig die Zustimmung für seinen Antrag, die Bestimmungen aus den Altgemeinden mit 31. Dezember 2016 aufzuheben.

Straße bald befahrbar

In der Fragestunde der jüngsten Sitzung informierte Fleischhacker außerdem den vollzählig versammelten Ilzer Gemeinderat über die weitere Vorgehensweise bei der nach Rutschungen notwenidg gewordenen, umfassenden Hangsanierung in Reigersberg. Nach der Verlegung des Kanals und des Grundaufbaus der Straße, die vor der Sanieerungsphase von vielen Autofahrern aus dem Bezirk Südoststeiermark zu Erreichung der Autobahnauffahrt A2 in Ilz benutzt wurde, ist diese mit Ende September nach rund 10 Wochen Totalsperre auf einem Schotterbelag wieder befahrbar. Nach der Phase der Absickerung des neu aufgetragenen Materials ist mit der Asphaltierung im Herbst 2017 zu rechnen. In einem Dringlichkeitsantrag beschlossen die Mandatare einstimmig, einen neuen Geh- und Radweg in den Grundaufbau einzuplanen. Diese Entscheidung entspricht einem Wunsch von zahlreichen Bewohnern des Ilzer Ortsteils Reigersberg.
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