12.10.2016, 12:53 Uhr

Hartberg: Innenstadt mit Potenzial

Für die "Bio-Sphäre Innenstadt" sucht Rupert Matzer (Mitte) noch Genossenschafter, die Wert auf Bio Qualität legen. (Foto: Stadtgemeinde Hartberg)

Mit einem bunten Angebot von Kulinarik bis Mode wird der Innenstadt neues Leben eingehaucht.

Die Eröffnung des neuen Einkaufsparks Hatric brachte 25 Geschäfte und 150 neue Arbeitsplätze nach Hartberg. Ein nächster wichtiger Schritt für die Bindung der Kaufkraft in der Bezirkshauptstadt ist für Bgm. Marcus Martschitsch die Belebung der Innenstadt. Zwei Neueröffnungen sind bereits fix: Die ehemalige Libro-Filiale wird ab 27. Oktober vom Modelabel "Esprit" mit Leben befüllt. Die Eröffnung eines Nah&Frisch Marktes im Ertl-Haus in der Presslgasse ist für 1. Dezember geplant. "Auch sonntags wird der neue Markt geöffnet haben und auf rund 120 m2 Verkaufsfläche alles für den täglichen Bedarf anbieten", so Martschitsch. Außerdem setzt sich der Bürgermeister dafür ein, dass der Bauernmarkt, der zweimal wöchentlich stattfindet und pro Jahr rund 25.000 Kunden anlockt, in Zukunft innerstädtisch seine Stände aufschlägt.

Frequenzbringer
Weitere Frequenz soll auch der Bio-Markt "Bio-Sphäre" der Familie Matzer ins Kriegsauer-Haus und die Innenstadt bringen. Dafür werden noch Genossenschafter gesucht, die in das Geschäft einsteigen möchten. Eine Vision des Bürgermeisters ist es, die Altstadt zusätzlich mit einem außergewöhnlichen Kulinarik-Angebot zu beleben: "Die schöne Innenstadt kann uns keiner nehmen. Wir müssen dieses Potenzial nutzen."


Der Verleihung des ÖGUT-Umweltpreises war für die Stadtgemeinde Hartberg ein besonderer Moment. (Foto: Katharina Schiffl)

Viele Projekte nur der Umwelt zuliebe

In Sachen Umwelt und Energie ist die Stadtgemeinde Hartberg ein Vorreiter in der Steiermark.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, wie der ÖGUT-Umweltpreis, bestätigen die wegweisenden Tätigkeiten und honorieren das Engagement der Stadtgemeinde Hartberg. "Dass wir diesen Preis erhalten haben, ist eine kleine Sensation. Aber wir machen unserer Umwelt zuliebe wirklich sehr viel", freut sich Bürgermeister Marcus Martschitsch. Dazu zählt vor allem die Umstellung aller Gemeindegebäude und Dienstleistungen auf CO2-neutrale Wärme und Strom. "Mit 16 Ladestationen für Elektro-Autos hat die Bezirkshauptstadt eine immens hohe Versorgungsdichte im Gemeindegebiet." "Neben den vier E-Tankstellen beim Parkdeck haben wir im Deck jeden Parkplatz mit einer Leerverrohrung versehen, um für die Zukunft gewappnet zu sein", erzählt der Bürgermeister, der selbst seit vier Jahren mit einem E-Auto zu seinen Terminen braust.


Dass sich im Garten Natur und Kunst vereinen können, zeigt der Schaugarten von Bella Bayer am Ring. (Foto: KK)

Garten, Kunst und Kultur harmonieren in Hartberg

Der Literatursommer ist eines der kulturellen Aushängeschilder der Stadtgemeinde Hartberg. Das Erfolgsrezept sieht Bürgermeister Martschitsch im Zusammenspiel zwischen Literatur, Kulinarik und Garten. Der vermehrten Lust am Garteln kommt die Stadtgemeinde nach und lässt in den Grünflächen der Mehrparteienhäuser neue Gartensiedlungen entstehen. Marcus Martschitsch: "Die Menschen können so nicht nur ihr eigenes Gemüse ernten. Der Garten wird auch zum Treffpunkt für Nachbarn." Nach dem Vorbild Oberösterreich möchte die Stadtgemeinde in Zukunft eine Landesgartenschau in Hartberg veranstalten. Für das Leaderprojekt laufen derzeit Studien. "Das wäre auch touristisch etwas Gescheites", meint der Bürgermeister.

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