19.07.2016, 15:27 Uhr

Stromzähler werden intelligent

Vertreter der Energie Steiermark und regionaler Stromversorger präsentierten das „Smart Meter Projekt“. (Foto: KK)

Ab Herbst 2017 bekommt jeder steirische Haushalt einen „Stromzähler, der mitdenkt“.

Unter der Führung der Energie Steiermark und ihres Tochterunternehmens Energienetze Steiermark haben sich 30 steirische Energieunternehmen zu einer Kooperationspartnerschaft zusammengeschlossen. Grund dafür: Ab Herbst 2017 erhält jeder steirische Haushalt einen „intelligenten Stromzähler“, einen so genannten „Smart Meter“. Damit wird nicht nur ein europaweit gesetzlicher Auftrag erfüllt, die Kunden können können künftig auch ihren persönlichen Energieverbrauch leichter kontrollieren und senken. Mit dabei sind auch die Stadtwerke Hartberg, die Stadtwerke Fürstenfeld, die Feistritzwerke-Steweag und das E-Werk Schafler.


Keine Kosten für Kunden

Der elektronische Zähler wird am Platz des bisherigen mechanischen Zählers angebracht, die Montage vor Ort dauert rund 20 Minuten, für die Kunden entstehen keine zusätzlichen Kosten. Der gemeinsame Lieferauftrag der 30 steirischen „Smart Meter Partner“ hat ein Volumen von rund 70 Millionen Euro, das gesamte Investitionsvolumen für die Einführung der Smart Meter inkl. der Montage, der Infrastruktur für Datenübertragung und Datenverarbeitung wird für die Kooperationspartnerschaft rund 250 Millionen Euro betragen. Bis zu 150 Millionen Euro davon fließen in steirische Unternehmen. Zwischen 2017 und 2021 werden unmittelbar durch das Umrüstungsprojekt mehr als 200 steirische Arbeitsplätze gesichert.

Die wesentlichen Vorteile

Der Smart Meter hat ein erhöhtes Eigen-Monitoring der Kunden zum Ziel, das zu einer Senkung des Energieverbrauchs bis 10 Prozent führen kann. Über das Internet können Verbrauchsverläufe beobachtet und analysiert werden, das gilt auch für die Einspeisung durch eigene Photovoltaik-Anlagen. Unnötige Stromfresser oder Stand-by-Verbräuche können von den Kunden rasch aufgespürt und eliminiert werden. Monatlich gibt es eine übersichtliche Auswertung, aufwändige Ablesungen mit Terminvereinbarungen entfallen künftig. Kunden können eine stichtagsbezogene Abrechnung vornehmen lassen, eine (Wieder-)Einschaltung kann künftig aus der Ferne vorgenommen werden.
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