12.04.2016, 07:27 Uhr

Übungseinsatz in Voraus „Unterwelt“

(Foto: Bergmann)
Die Besucherzahl der unterirdischen Gänge und Erdställe rund um Vorau nimmt kontinuierlich zu und diesbezüglich ist der zuständige Verein der Höhlenführungen „Sub Terra“ Vorau immer mehr gefordert. Prinzipiell eine erfreuliche Tatsache. Was ist aber, wenn dabei irgendetwas Unvorhergesehenes wie zum Beispiel ein Unfall mit Verletzten in den Gängen passiert?

Diese Unfallannahme stand im Mittelpunkt eines großangelegten Übungseinsatzes, an dem sich die FF Vorau, das Vorauer Notarztteam, die Rettung, die Bergwacht und natürlich der Veranstalterclub Sub Terra Vorau beteiligten. Die „verletzten Personen“ wurden bewusst durch Führungsleute von Sub Terra nachgeahmt, um diesbezügliche Erfahrungen zu sammeln.

Zeitgleich fand der Einsatz an vier verschiedene Gängen statt: zwei Gänge beim Tomb–Bauern, sowie bei den Gängen auf dem Grund der Familie Mosbacher und Holzer (Maidlbauer). Auch die Szenarien waren verschieden, wie zum Beispiel eine Tiefenbergung aus 9 Meter mit senkrechten Schacht beim Mosbachergang. Beim Maidlbauer wiederum war wegen der Schwierigkeit der Bergung (10 Meter sehr steil, engste Räume und kurvig) vor allem die Bergrettung gefordert. Bei den zwei Gängen auf dem Tomb–Grund war im Besonderen die Rettung und die Feuerwehr gefordert. Hier stellte sich der einsetzende Sauerstoffmangel etc. als Problem da. Auch die Verletzungen der zu Bergenden waren von unterschiedlicher Natur, angefangen von diversen Knochenbrüchen bis hin zu Kreislaufschwäche und Herzinfarkt

Trotz der schwierigen Bedingungen gebührt sämtlichen Einsatzkräften ein Pauschallob ausgesprochen! Die „Opfer“ – alles erfahrene „Sub Terra – Höhlenführer“ zeigten sich vom Einsatz der Helfer zutiefst beeindruckt. Aber auch wenn alles positiv ausgegangen ist, so kann man nur hoffen dass diese Übungsannahmen niemals Realität werden!

Bericht und Fotos: Franz Bergmann
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