28.06.2016, 12:47 Uhr

Volksschule Neudau setzt auf Vielsprachigkeit

Ausgezeichnet: Für die Volksschule Neudau durfte Direktor Peter Hochwald (3.v.l.) die voXmi-Zertifizierung entgegen nehmen. (Foto: VS Neudau)

Als Vorbild für den pädagogischen Umgang mit Vielsprachigkeit erhielt die VS Neudau die voXmi-Zertifizierung.

Als erste österreichische Volksschule erhielt die VS Neudau, im Rahmen eines Schulfestes die "voXmi-Zertifizierung".
"Die VS Neudau ist ein Vorbild im pädagogischen Umgang mit Vielsprachigkeit und Integration, die erste Best-Practice-Volksschule Österreichs im Umgang mit Vielfalt“, formulierte es die Leiterin der Zertifizierungskommission Ursula Mauric von der Pädagogischen Hochschule in Wien.
„In unseren Herzen, da wohnen viele Nationen“ - So wurde die Feier mit einem stimmungsvollen Lied eröffnet. Im Rahmen dieses Festes wurden außerdem Lieder und Sketche aus dem Schulalltag in den Sprachen Rumänisch, Ungarisch, Spanisch und Slovakisch von den Schülern und Schülerinnen dargeboten, die von den Schulkindern übersetzt wurden.


Gelebte Vielsprachigkeit

So werden in der Volksschule Neudau außer Deutsch und Steirisch insgesamt neun Sprachen gesprochen. In Abständen von drei Wochen begrüßen und verabschieden sich Kinder und Lehrer in einer anderen Sprache. Auch Alltagsfloskeln werden geübt. Jede Woche wird donnerstags vor dem gemeinsamen Singen in Verbindung mit kinesiologischen Übungen auch in anderen Sprachen gezählt. Schulleitung, Lehrer, Eltern und Kinder leben hier ein tolerantes, wertschätzendes Miteinander.

Wertschätzendes Miteinander

Durch die vielen voXmi-Partner z.B. das BMF (Bildungsministerium), den LSR f. Stmk. oder das BIMM (Bundeszentrum für Integration, Migration u. Mehrsprachigkeit) entstehen Kooperationen mit der PH Stmk., PH Wien, UNI Graz, UNI Wien und der Alpe-Adria-Universität Klagenfurt.
Vielsprachigkeit ist nicht nur mehr in Ballungszentren Realität. Daher muss man sich dieses Themas annehmen und versuchen, ein wertschätzendes Voneinander und Miteinander zu leben. Das schafft Sensibilität und Freude an Sprachen sowie gegenseitige Akzeptanz der Lebensregeln des jeweils anderen. So funktioniert Integration von selbst und die mehrsprachigen Kinder werden einmal jene sein, die unser Gesellschaftssystem aufrecht erhalten.
„Wir brauchen diese Kinder, daher müssen wir sie von Anfang an auch richtig fördern. Es freut uns sehr, dass wir in diesem Bereich auch für Gymnasien und Neuen Mittelschulen ein Vorbild sind, und wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen diesbezüglich an Interessierte weiterzugeben“, meint Direktor Peter Hochwald.
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