01.07.2016, 09:31 Uhr

Das Pöllauer Tal in der Oststeiermark - Eine Reise wert?

(Foto: (c) Bigstockphoto.com/114029819/Yuinai)
Die Frage lässt sich ganz einfach mit Ja! beantworten. Das Pöllauer Tal in der Oststeiermark ist ein besonderes Fleckchen auf der Erde. Besonderheiten sind die Pöllau - Ölmühle Fandler und die Pöllauer Hirschbirne.

Das Pöllauer Tal bietet seinen Besuchern eine bunte und hügelige Landschaft die sich abwechslungsreich gestaltet. Wälder, Wiesen, Äcker und Obstbaumreihen fügen sich harmonisch einander. Während der Talboden auf einer Höhe von 345 m zu finden ist, geht der höchste Punkt bis auf 1.280 m hinauf. Die sechs Gemeinden Pöllau, Pöllauberg, Rabenwald, Schönegg, Sonnhofen und Saifenboden bieten rund 9.000 Menschen ein Zuhause. Das Gebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 122 km².

Das Pöllauer Tal erhielt im Jahr 1983 vom Land Steiermark das Prädikat "Naturpark". Die Auszeichnung bekam die Region für die Schönheit der Landschaft, die traditionelle und umsichtige Bewirtschaftung sowie das gelebte Brauchtum. Der Titel verpflichtet das Pöllauer Tal zur vorbildhaften und zukunftsfähigen Entwicklung in den Bereichen Naturschutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung.

Die Ölmühle Fandler


Die alles andere als einfache Geschichte der Ölmühle Fandler zeigt eine lange Tradition. Martin und Juliana Schirnhofer verwirklichten 1926 einen Traum und kauften eine Ölmühle in Pöllau. Damit war der Grundstein für die ersten feinen Ölsorten gelegt. Tochter Juliana kam im gleichen Jahr zur Welt und übernahm mit nur 14 Jahren die Pflichten der früh verstorbenen Mutter. Sie fand sich mitten im Krieg, Männer auf dem Hof waren rar und die Leute hatten kein Geld für Öl.

Juliana heiratete 1950 den gelernten Zimmermann Josef Fandler. Sohn Robert wurde im Jahr 1953 geboren und trat 1971 in den Betrieb ein. Die Ölmühle Fandler wuchs ab dem Zeitpunkt zu einem aufstrebenden Unternehmen. Ständig wurden neue Ideen umgesetzt, es kamen mehr Mitarbeiter hinzu, der Betrieb wurde immer weiter vergrößert und neue Maschinen hielten Einzug. Robert Fandler machte sich zusammen mit seinem Cousin in den späten 1980er-Jahren per Rad auf den Weg, die feinen Fandler-Öle in die großen Städte Österreichs zu bringen und die Menschen dafür zu begeistern. Robert Fandler erkannte schon 1987 die Zeichen der Zeit. Er presste die ersten Öle aus kontrolliert biologischen Rohstoffen.

Julia, die Tochter von Robert Fandler kam 1973 zur Welt. Sie trat schon 1994 in die Firma ein. Robert Fandler starb 2006 viel zu früh und Julia tat es ihrer Großmutter Juliana gleich. Sie trat mit Entschlossenheit ihr Erbe an und führte die Firma weiter zum Erfolg. Die Ölmühle Fandler hat in den letzten Jahren viel Neues erlebt. Eines hat sich aber nicht geändert: die Liebe der Fandlers zu feinsten Ölen, höchster Qualität und Reinheit.

Genussregion Pöllauer Hirschbirne


Die Auszeichnung GENUSS REGION Pöllauer Hirschbirne bekam die Region im Jahr 2006. Bei der Hirschbirne handelt es sich um eine alte steirische Sorte, deren Name sich von „Herbst“ bzw. „Hiascht“ ableitet. Sie kann erst ab Mitte Oktober geerntet werden. Der Naturpark Pöllauer Tal in der Oststeiermark beheimatet noch größere Bestände dieser Bäume, die durch die Voraussicht und das Bewusstsein der Bauern erhalten geblieben sind. Die Betriebe der Region sind wahre Meister in der Herstellung von vielen Köstlichkeiten aus der Hirschbirne. Dazu gehören

• Hirschbirnsaft
• Edelbrände
• Essig
• Gelee
• vitaminreiche Kletzen (gedörrte Birnen)
• Hirschbirnschinken
• Hirschbirnleberwurst
• Hirschbirnschokolade


Fazit


Das Pöllauer Tal in der Oststeiermark ist auf jeden Fall eine Reise wert. Nicht nur Naturliebhaber, auch alle kulinarisch Begeisterten kommen hier voll auf ihre Kosten. Mit der Herzlichkeit der Region und der traumhaften Landschaft wird der Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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