07.10.2016, 09:17 Uhr

6 Hektar Grund für neuen Wohnraum in Fürstenfeld

Der Fürstenfelder Gemeinderat beschloss im Zuge der Wohnbauoffensive den Ankauf von 6 Hektar Grundstücken um 1,6 Mio. Euro.

41 Tagesordnungspunkte standen bei der Gemeinderatssitzung von 29. September am Programm. Dabei standen vor allem Grundstückskäufe im Fokus.

"Das Ansiedelungsprojekt der Stadtgemeinde trägt Früchte", so Gemeinderat Franz Jost (ÖVP) bei der Fürstenfelder Gemeinderatssitzung am 29. September.
Rund 70 Bauparzellen konnten innerhalb von nur zweieinhalb Jahren verkauft werden. Besonders attraktiv sei Fürstenfeld für Jungfamilien. Dies liege laut Bürgermeister Werner Gutzwar nicht nur an der guten Verkehrsanbindung und der Kinderbetreuung, sondern auch am reichen Kultur- und Unterhaltungsangebot sowie der guten Versorgung durch Fachärzte.
Für die Fortsetzung der Wohnbauoffensive wurde in der Sitzung der Ankauf weiterer Baugründe mit insgesamt 6 Hektar Grund in Fürstenfeld und Übersbach um rund 1,6 Millionen Euro durch die Stadtgemeinde beschlossen. Auf den neuen Grundstücken, die großteils zwischen Gerichtsbergen- und der Bergkammstraße liegen, sollen rund 30 Bauparzellen entstehen.
Gemeinderat Harald Peindl (Grüne) verwies auf die Sensibilität des Gebietes und der "letzten grünen Flecken" in der Stadt und forderte Sensibilität bei der Verbauung.
"Landwirtschaftliche Flächen, die wir eigentlich nötig brauchen, gehen verloren", schloss sich auch Gemeinderätin Irmgard Pilz (FPÖ) an und stimmte gegen den Kauf.

Fehlerbehebung aus 1877

Einen Fehler aus den Jahren 1877 und 1879 bereinigte man am Tagesordnungspunkt 17. Dabei ging es um die Kirche im Ortsteil Übersbach, die seit 1790 der "Katholischen Kirchengemeinde zu Übersbach" gehörte.
In Dokumenten aus den Jahren 1877 und 1879 wurde die Kirche an die damalige Gemeinde Übersbach (nun Fürstenfeld) übertragen. Diese Übertragung sei jedoch nie ins Grundbuch eingetragen worden.
"Demnach gebe es eigentlich keinen Besitzer", so Vizebürgermeister Johann Rath, der den Anspruch damit rechtfertigt, dass "Die Gemeinde Übersbach die Kirche aber immer erhalten hat." Die Stadtgemeinde hat nun die Einverleibung des Eigentumsrechts im Grundbuch beschlossen. Seitens der Diözese gibt es eine mündliche Zusage dafür.
Erfreut zeigte sich Bürgermeister Werner Gutzwar auch von der "produktiven Zusammenarbeit und vom guten Klima im Gemeinderat". So konnten 20 der insgesamt 41 Tagesordnungspunkte bereits nach 50 Minuten erfolgreich abgearbeitet werden.


1. Nachtragsvoranschlag

Einstimmig beschlossen wurde auch der 1. Nachtragsvoranschlag für das Budget 2016.
Die Einnahmen und Ausgaben ergeben dabei einen ausgeglichenen ordentlichen Haushalt von nahezu 21 Millionen Euro. Die Budgetsummensteigerung beträgt im Ordentlichen Haushalt mit Mehreinnahmen von 642.100 Euro aktuell 3,2 Prozent.
Im außerordentlichen Haushalt, der ebenfalls ausgeglichen erstellt werden konnte, ergeben sich mehr als 3,7 Millionen Euro. Das ergibt ein Plus von 661.400 Euro (21,5 Prozent).
Wesentliche Investitionen stellen dabei Maßnahmen, wie der behindertengerechte Zugang beim Kindergarten Übersbach, oder die Flutlichtanlage am 2. FSK-Trainingssportplatz dar.
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