08.05.2016, 14:23 Uhr

Licht Loidl Großbaustelle in Berlin

Firmenchef Bernhard Loidl (re) mit seinem Team auf der Baustelle in Berlin. (Foto: KK)

Nach dem Zuschlag für ein Großprojekt in Berlin ist Licht Loidl Lafnitz auf gutem Wege auch in Deutschland im großen Stil Fuß zu fassen.

In den vergangen Jahren machte sich die oststeirische Firma Licht Loidl bei der Ausstattung von Einkaufszentren, wie man sie vorwiegend im früheren Ostblock sowie in Slowenien und Kroatien sieht, einen guten Namen. Ein Großprojekt in Berlin in der Nähe des Flughafens Tegel soll nun Startschuss zu einer Offensive von Licht Loidl Lafnitz in Deutschland werden. „Ausschlagebend für den Auftrag in Berlin war bestimmt unsere perfekte Arbeit beim neuen Logistikzentrum in Wundschuh, das vom selben Architekten geplant wurde, wie das Bürohaus in Berlin“, sagt Firmenchef Bernhard Loidl.

Planung in Lafnitz
Nach dem Zuschlag für das Projekt wurde im Licht Loidl Büro in Lafnitz weiter an Details des Auftrages gefeilt. "Bevor es auf der Baustelle richtig los geht, sind logistische Fragen zu bewältigen. Es geht um die Anzahl der Monteure, das Material muss vor Ort gebracht werden und vielem mehr. Bei so einem Projekt darf es keine Stehzeiten geben, weil sonst die Kosten explodieren würden", sagt Projektleiter Ing. Gerald Famler aus Pinkafeld. Vor Ort ist Obermonteur Herbert Halper aus Grafendorf dann derjenige, der die Arbeitsaufträge an die Monteure weiter gibt, zwei Tage pro Woche besprechen Ing. Famler und Halper die anstehenden Arbeiten vor Ort, dann geht es für den Projektleiter wieder zurück in das oststeirische Planungsbüro. "Es ist eine gut aufeinander abgestimmte Mannschaft, wo jeder jeden Handgriff des anderen kennt, da macht die Arbeit Spaß", meint Obermonteur Halper zuversichtlich, dass man die Baustelle mit Fertigstellungstermin Dezember 2017 perfekt für alle Beteiligten zu Ende führen wird.

Firmenchef auf Besuch
Seit Mitte März läuft die Arbeit an der Großbaustelle. Es entsteht ein 8-stöckiges Bürohaus mit 42.000 m2 Bürofläche. Firmenchef Bernhard Loidl überzeugte sich nun selbst vom Fortschritt bei den Arbeiten und zeigte sich beeindruckt vom Einsatz seiner Leute. "Es ist für den Firmenchef eine Freude zu sehen, wie exakt hier gearbeitet wird. Da ist es keine Frage, dass es eine Belohnung für das Team in Form eines feinen Arbeitsessens in einem Steakhaus geben muss", sagte Loidl.

Monteure sind Wochenpendler
Um termingerecht mit Ende 2017 die Baustelle fertig zu stellen, pendeln 18 Monteure und der Projektleiter der Firma Licht Loidl Montag morgens nach Berlin und kehren am Freitag am Abend wieder nach Wien zurück. Die Arbeiter fliegen jeden Montag um 6.25 Uhr in Wien ab, landen um 7.40 Uhr in Berlin Tegel und sind pünktlich zwischen 8 Uhr und 8.10 Uhr auf der Baustelle. Untergebracht sind die oststeirischen Pendler in einem Hotel in unmittelbarer Nähe der Baustelle. Freitags geht es immer um 21.40 Uhr zurück nach Wien, gegen ein Uhr in der Früh sind die Monteure wieder bei ihren Familien in der Oststeiermark. Wöchentlich bringt auch ein Sattelschlepper einer Spedition Installationsmaterial nach Berlin.

Neuer Markt in Deutschland
Mit dem Auftrag für dieses Projekt in Berlin möchte die Firma Licht Loidl in Deutschland in weiterer Folge gut Fuß fassen. „Die Wirtschaft boomt in Deutschland und wir werden versuchen, hier intensiv bei Auftragsvergaben mitzumischen“, sagt Bernhard Loidl, für den jeder Arbeitstag bekanntlich um drei Uhr in der Früh beginnt. „Bis sieben Uhr kann ich ungestört und ohne Telefon arbeiten, danach geht es zum Frühstück mit der Familie, kurz vor acht Uhr beginnt das normale Tagesgeschäft und um 19 Uhr ist der Arbeitstag beendet“, sagt Bernhard Loidl. Auf die Frage, wie man dieses Pensum eines 15 bis 16 Stunden Arbeitstages über Jahrzehnte hindurch schaffen kann, meinte der „Workaholic“, dass die Familie, die Freunde, der Fußball und ein wenig aktiver Sport wie Radfahren die wichtigsten Säulen seien, um das zu bewältigen. „Zusätzliche Motivation bringt die Tatsache, dass meine beiden Kinder in der Führungsebene der Firma sehr erfolgreich tätig sind. Da weiß man dann, wofür man das macht“, so Loidl.

Neue und größere Herausforderungen
Bei der Planung und Umsetzung von Arbeitsaufträgen werden die Mitarbeiter vor immer neue und größere Herausforderungen gestellt. Aus diesem Grund verwirklicht die Firma Licht Loidl Lafnitz den Bau eines neuen Firmenstandortes mit Baubeginn im Juli und Fertigstellung im Dezember 2016. „Energiemarkt und Energiepolitik stellen ständig neue Herausforderungen an die Unternehmen. Die Wachstumskurve dieser „Abteilung“ zeigt steil nach oben, das bewegt uns dazu, neue Räume für die Mitarbeiter zu schaffen, um optimale Voraussetzungen für die bestmögliche Umsetzung unserer Projekte zu schaffen. Gerade deshalb wurde dieser Neubau mit einer Bausumme von € 3 Millionen erforderlich“, erklärte Bernhard Loidl abschließend.

Einer der größten Arbeitgeber im Bezirk
Mit nunmehr 380 Mitarbeitern, davon 82 Lehrlingen, ist die Firma Licht Loidl Lafnitz einer der größten Arbeitgeber im Bezirk. Davon sind 13 in der Administration und Buchhaltung, 8 in der Logistik, 4 in der Kalkulation und 22 in der Projektleitung sowie 7 im technischen Planungsbüro beschäftigt.
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