20.03.2016, 17:26 Uhr

„ProjEGGt“ berührte die Herzen

Ein besonderer akustischer Leckerbissen war der sonntägliche Kurzauftritt des "ProjEGGt" Chores in der Kirche Egg

Spurensuche nach alter Volkskultur aus dem Raum Egg

HERMAGOR (jost). Die akribische Spurensuche von Franz Mörtl, Klaus Krieber und Peter Wiesflecker nach slowenischem Liedgut hat sich gelohnt. Bei ihrer Entdeckungsreise nach alten, vergessenen Liedern wurden die drei Organisatoren von „ProjEGGt“ bei den Vorsängern Hannelore Thurner, Annemarie Robin, Johanna Hebein, Johanna Rogi und Hermann Wiegele fündig. Am Micheldorfer „Leschkitz-Hof“ wurde die Sammlung der überlieferten Liedschätze aus dem Egger Raum aufgezeichnet, damit die wertvollen Melodien auch für nachfolgende Generationen weiterklingen.

Kulturerlebnis

In authentischer Sonntagstracht standen nach intensiver Probenarbeit 70 sangesfreudige Gailtaler an drei ausverkauften Abenden auf der umgebauten Bühne des Hermagorer Stadtsaales und haben bei grandiosen Konzerten unter der Leitung von Franz Mörtl mit ihren Marien-, Liebes-, Totenwach- und Kirchtags-Liedern die Seelen und Herzen des Publikums berührt. Musikalisch begleitet wurde der Chor von einer Kleingruppe der Trachtenkapelle Egg und den Musikanten Hans Erschnig und Walter Toplitsch. Für zwei Drittel der Mitglieder des Laienchores war es einmaliges Eintauchen in dieses Klangerlebnis, denn sie sangen noch niemals in einem Chor und beherrschen die slowenische Sprache nicht. Am „Angebetstag“ gaben die Sänger in der Egger Pfarrkirche eine zusätzliche Kostprobe ihres Könnens.
Durch den inspirierenden Abend führte ORF-Stimme Hans Mosser, welcher von Historiker Peter Wiesflecker mit seinem profunden Wissen über die Wurzeln und Identität der „Windischen“ unterstützt wurde.

Chorprojekt

Mit der Initiative „ProjEGGt“ wurde ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen alter Volkskultur gesetzt. Dafür gilt Initiator Klaus Krieber ein besonderer Dank, denn mit seinem Engagement und mit Hilfe des Chorpädagogen Franz Mörtl konnte er eine erstaunliche Zahl von Frauen und Männern für seine Idee begeistern. Mit dem Buch „Spuren alter Volkskultur aus dem Raum Egg im Gailtal“ - welches von Künstlerin Inge Lasser und Fotograf Andreas Schuller mitgestaltet wurde - hat Krieber das Interesse an den Liedern der Vorfahren neu belebt.

Gesehen u.a. Gerhard Hohenwarter, Bernhard Loik, Inge Lasser, Werner und Anni Schoitsch, Johann und Claudia Leitner, Gerhard Lexer
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