18.05.2016, 23:00 Uhr

Arbeiten, wenn die anderen schlafen

Seit vier Jahren ist der Hermagorer Josip Bendra Zeitungszusteller bei der redmail
Seit vier Jahren ist Josip Bendra (43) aus Hermagor als redmail-Zeitungszusteller tätig. Er liefert mittwochs und donnerstags auch die WOCHE aus. Über seinen Nachbar, der auch als Zusteller für die redmail tätig war, kam er zu dem Job. „Er hat mich angesprochen und sagte: das wäre doch was für dich“, so Bendra. Durch seinen Job als Koch kann sich der Hermagorer die Zeit gut einteilen. Mittwochs und Donnerstags stellt er die WOCHE zu. Der Stapel an WOCHE-Zeitungen wird direkt zu ihm nach Hause geliefert. Die anderen Zeitungen werden in Watschig angeliefert. „Wenn er Donnerstag um 22 Uhr abends vom Dienst nach Hause kommt, fängt legt er sich erst gar nicht hin. Sein Gebiet im Umkreis von Hermagor erstreckt sich von Tröpolach, Rattendorf, Jenig, Watschig, Bergl bis nach Kraschach. Zwischen zwei und halb drei Uhr morgens beginne ich hier täglich mit meiner Tour, die dauert bis circa sechs Uhr früh.

Nach Dientschluss Zeitungen zustellen

Donnerstag liefert Bendra die WOCHE nach Kötschach. Gleich nach Dienstschluss in der Küche um 22 Uhr setzt er sich ins Auto und stellt bis ca. halb drei Uhr früh die Zeitungen zu. Alleine die Strecke von Hermagor bis nach Kötschach und retour fährt er rund 64 Kilometer. Von den Kilometern, die ihn dann noch von Haus zu Haus führen, gar nicht zu reden. Fünf Stunden ist er in Kötschach unterwegs, bis vor jedem Haus die Zeitung liegt. „Insgesamt stelle ich bei mehr als 1000 Haushalten zu“.
„Ich liebe diesen Job“, sagt Bendra und betont: „Ich genieße die Ruhe und Stille der Nacht, wenn ich alleine auf der Straße in meinem Auto unterwegs bin.

Da die meisten Gailtaler um diese Zeit tief und fest schlafen, trifft er selten auf die Hausbewohner. Ein Zusammentreffen mit einem Reh ist da schon wahrscheinlicher. Vor kurzem ist mir eines ins Auto gelaufen, zum Glück ist dem Tier nichts passiert.

An einen besonderen Vorfall erinnert sich Bendra noch gut: Im schneereichen Winter vor zwei Jahren, als es nicht mehr aufhören wollte zu schneien, bin ich mit dem Auto steckengeblieben. Ich war schon drei Stunden unterwegs und war erst bei 15 Häusern. Mit meinen Händen habe ich versucht, die Räder vom Schnee freizuschaufeln ... vergeblich. An diesem Tag war an keine Zustellung mehr zu denken.“
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