29.06.2016, 08:05 Uhr

Brandstifter Nötsch: Die Suche geht weiter

Wer hat den Brand gelegt? Die Kripo und die Staatsanwaltschaft ermitteln noch, um den Brandstifter ausfindig zu machen (Foto: KK)

Großbrand Nötsch im April: Kripo konnte erstmals das Brandopfer befragen.

NÖTSCH. Mehr als zwei Monate ist es her: In der Nacht vom 10. auf den 11. April 2016 brannte in Nötsch das Wirtschaftsgebäude des Jungbauern Daniel Janschitz bis auf die Grundmauern nieder.
Der verzweifelte Versuch, die Tiere zu retten, veränderte das Leben des Gailtalers schlagartig. Der junge Landwirt und Lehrling erlitt dabei schwerste Verbrennungen dritten Grades. Janschitz wurde in eine Spezialabteilung ins AKH Wien geflogen. Von der Intensivstation des AKH Wien wurde er ins Klinikum Klagenfurt verlegt. Anfang Mai kam endlich die Gewissheit: Janschitz ist außer Lebensgefahr. Familie und Freunde konnten aufatmen. Der junge Mann muss aber noch für längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden.

Brandstiftung

Seit Kurzem steht fest: Es war Brandstiftung. „Die Brandermittler konnten eindeutige Spuren einer subjektiven Brandursache feststellen – und eine objektive Ursache damit ausschließen. Somit ist der Verdacht auf Brandstiftung unumstößlich“, sagt der Leiter des Landeskriminalamtes, Gottlieb Türk.
Laut dem Kriminalexperten ist die Arbeit der Brandsachverständigen vor Ort abgeschlossen. Bei den Ermittlungen um den oder die Täter tappt man derzeit noch im Dunkeln. „Der Täterkreis ist offen. Es ist noch unklar, wer den Brand gelegt hat“, bestätigt der Kriminalexperte. Die informellen Erhebungen zur Aufklärung des Täters sind laut Türk großteils schon erfolgt. „Etliche Zeugen und Informanten wurden schon befragt. Wir müssen jedoch noch einige Befragungen vornehmen und ergänzende Informationen einholen.
Die Beamten des Landeskriminalamtes arbeiten in Kooperation mit einem gerichtlich beeideten Sachverständigen, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft seine Arbeit aufgenommen hat.

Brandopfer befragt

Bis vor Kurzem war das Brandopfer Daniel Janschitz nicht vernehmungsfähig. Vor wenigen Tagen konnte der Jungbauer erstmals befragt werden. „Leider hat er sich nicht mehr erinnern können“, sagt Türk gegenüber der WOCHE.
Von dem 19-Jährigen hat sich der Leiter des Kriminalamtes gehofft, gemeinsam das Geschehen am Brandort noch einmal rekonstruieren zu können. „Es ist eine Straftat, die wir so rasch wie möglich aufklären wollen“, hält der Kripo-Experte fest und betont gleichzeitig: Es ist schwer zu sagen, wann das sein könnte. Es kann ganz schnell gehen, es kann mitunter Jahre dauern.“
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