03.07.2016, 11:19 Uhr

Das Gailtal - Welche Chancen hat unsere ländliche Region?

Das Projektteam: Neos-Mitglied Martin Seeland, Neos-Chef Marcel Mild, Bezirksvorsitzender Junge Wirtschaft Markus Zametter (Foto: Neos)

NEOS Hermagor organisieren Veranstaltungsreihe „Landleben 2.0 – Die Zukunft auf dem Dorf“.

GAILTAL (iz). Gemeinsam mit der Jungen Wirtschaft Hermagor und dem Bezirksvorsitzenden Markus Zametter, starten die Neos im Gailtal die landesweite Veranstaltungreihe „Landleben 2.0 – Die Zukunft auf dem Dorf“. Das Projektteam ist bereits mit den Vorbereitungsarbeiten für die im Herbst im Gailtal stattfindende Veranstaltungsreihe, beschäftigt.

Politik muss handeln

"Landflucht, Entleerung periphere Räume sind Themen, die eine Politik für den ländlichen Raum aufgreifen muss. Stadt und Land dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, vielmehr gehe es um eine Partnerschaft und ein Miteinander", betont Neos-Regionalkoordinator Marcel Mild.
"Wir befinden uns im Gailtal in einer Region, die stark unter Abwanderung leidet. Daher ist es für uns bedeutend, dieses Thema im Rahmen unserer Veranstaltung dort aufzugreifen - wo man am stärksten von dieser Entwicklung betroffen ist", so Mild.
Über die Chancen und Risiken von peripheren Regionen, aber auch über die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der zunehmenden Urbanisierung und einer zentralen Verwaltung werden die Neos im Rahmen der offenen Veranstaltung mit Bürgern und Experten aus den Bereichen Regionalforschung und Raumplanung diskutieren.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, wichtige Themen der Bevölkerung zu identifizieren und im Rahmen einer Folgeveranstaltung Maßnahmen zu erarbeiten um die zuständigen Entscheidungsträger im Bundesministerium für Finanzen, im Wirtschaftsministerium und in den Ämtern der Landesregierung damit zu konfrontieren.

Live Schaltung

Als Highlight wird es eine Liveschaltung nach Wien geben, um abgewanderten Menschen aus peripheren Regionen die Möglichkeit zu geben, an der Diskussion teilzunehmen. "So kann ein interaktiver Austausch mit den Menschen hier vor Ort stattfinden, erklärt der Neos-Chef."
Die Veranstaltung wird laut Mild voraussichtlich in Kötschach zwischen dem 27. September und dem 5. Oktober stattfinden. Zu dieser sind alle Personen mit Offenheit und Bereitschaft zu Veränderungen eingeladen. Mild: "Darunter ist auch zu verstehen, dass Eigeninitiative und selbstbestimmtes Handeln zentrale Komponenten sind, die eigenen Lebensverhältnisse zu verbessern."

Zur Sache

In Österreich leben zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Gebieten.
Die Land- und Forstwirtschaft überwiegt mit ca. 90 % Flächennutzung.

Der ländliche Raum nimmt eine zentrale Rolle für die Wirtschaftskraft und die Lebensqualität in ganz Europa ein.
In Österreich werden 35 Prozent der Bruttowertschöpfung in ländlichen Gebieten erwirtschaftet.

Die Umweltleistungen werden dabei immer wichtiger – sowohl bei den Klein- und Mittelbetrieben, also auch in der Landwirtschaft.
Der ländliche Raum ist entscheidender Impulsgeber für ein lebenswertes Österreich.

Die Land- und Forstwirtschaft z.B. trug 2012 mit 147.000 Beschäftigten rund 1,6% zur Bruttowertschöpfung bei.
Österreich zählt laut österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung zu jenen Ländern, in denen lädliche Gebiete − gemäß OECD-Typologie − einen bemerkenswert hohen Anteil am Bruttoinlandsprodukt haben. Im Durchschnitt der OECD-Länder werden knapp 15% in ländlichen Gebieten erwirtschaftet. In Österreich beträgt der Anteil mehr als ein Drittel der Wirtschaftsleistung.
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