01.06.2016, 00:00 Uhr

Die Natur hautnah erleben

Schüler der NMS Nötsch erkennen den Nutzen und Wert unserer blühenden Landschaft.

NÖTSCH (jost). Am 9. Juni wird die Neue Mittelschule Nötsch zur ersten Naturpark-NMS Kärntens ernannt. Mit dem WOCHE-Projekt „Schmetterling trifft Blume“ und Errichtung einer Blühwiese wurden die Schüler der 3a-Klasse diesem Auftrag bereits mehr als gerecht und haben nun mit einem Aktionstag einen weiteren Schritt zur Erreichung dieser würdigen Auszeichnung gesetzt. In Zusammenarbeit mit der Arge NATURSCHUTZ haben die Schüler den „Lebensraum Wiese“ genau unter die Lupe genommen.

Nachhaltigkeit lernen

Im theoretischen Teil wurde den Schülern in einem Vortrag von Gerhild Wulz-Primus von der Arge Naturschutz der Nutzen und Wert unserer Landschaft, der Wiesen und Pflanzen unserer Region sowie das Prinzip der Nachhaltigkeit anschaulich näher gebracht. Anhand von Arbeitsmaterialien konnten die komplexen Zusammenhänge in der Natur bildhaft vermittelt werden. NMS-Dirkektorin Roswitha Baurecht freut sich über diese gelungene Aktion und stellt fest: „Die jungen Menschen eignen sich damit ein Bewusstsein für verantwortliches Handeln an und werden für Fragen des Naturschutzes sensibilisiert“.

Was blüht denn da?

Die Nötscher NMS liegt am Fuße des Dobratsch und ist eingebettet in eine unberührte Naturlandschaft, welche die idealen Voraussetzungen für naturnahes Lernen bildet. Deshalb hieß es nach dem theoretischen Unterricht: „Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Natur!“ Projektleiterin Anita Popotnig begleitete die Schüler, welche interessiert den Erklärungen von Gerhild Wulz-Primus lauschten. Die jungen Entdecker machten sich auf Spurensuche und bestimmten mit Hilfe von Fotobüchern die Blütenpracht rund um ihre Schule. „Nur wo Blütenreichtum herrscht, finden Insekten, Schmetterlinge und Käfer ihre Nahrung“ stellten die Schüler bald fest und freuten sich über den lebensnahen Unterricht im „grünen Klassenzimmer“. Dem Forscherdrang ging auch Sarah nach und meint: „Ich finde es toll, daß wir erfahren, daß auch vermeintliches Unkraut einen Nutzen hat“ und Alina ergänzt: „Wenn ich die Pflanzen selber bestimmen kann, ist das ein Erfolgserlebnis für mich“. Klassenvorstand Anita Popotnig erklärt den Aktionstag so: „Die Schüler riechen, schmecken, hören und fühlen sich durch die Wiese und lernen im lebensnahen Unterricht ganz nebenbei die Vielfältigkeit des Ökosystems mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt kennen“.
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