12.04.2016, 12:03 Uhr

Frischer Wind am Nötscher Flugplatz

Der Obmann vom Flugsportverein Nötsch Bernhard Probst ist froh, dass das Projekt Flugplatz endlich realisiert werden konnte

Mit Saisonstart präsentiert sich der Flugplatz Nötsch rundum generalsaniert.

NÖTSCH. Seit dem 2. April hat der Flugsportverein Nötsch seine Türen für Interessierte und Fans des Flugsports wieder geöffnet. Die Piste präsentiert sich nun nach der Sanierung in perfektem Zustand.

Seit 70ern nicht saniert

Seit dem Bestehen des Flugplatzes – seit den 70er-Jahren – wurde an diesem nichts getan, weiß Obmann Bernhard Probst zu berichten. "Die Piloten mussten mit ihren Flugzeugen auf regelrechten Holperpisten starten und landen. Dadurch wurden auch die Maschinen in Mitleidenschaft gezogen – Verschleißerscheinungen waren die Folge“, so Probst. Dass hier dringend etwas getan werden muss, lag auf der Hand. Vor einem Jahr wurde der Plan für die Sanierung in die Wege geleitet. Nachdem die Bezirkshauptmannschaft grünes Licht gab, folgte das mühsame Warten auf die Zusage um eine Förderung.

Gemeinsam stemmen

Rund 375.000 Euro an Gesamtkosten sollte die Sanierung ausmachen. Dass die Gemeinde Nötsch diese Summe in Eigenregie aufbringen kann, war nicht möglich. Man hoffte daher auf die Unterstützung der umliegenden Nachbargemeinden. Nachdem der Bescheid für die Förderungszusage eingetroffen war und auch die Nachbarsgemeinden das Vorhaben mit unterstützen wollten, war die Bahn frei für das Projekt. Am 3. August starteten die Sanierungsarbeiten. Diese sind nun vollständig abgeschlossen. „Der Boden der 710 Meter langen Landebahn wurde begradigt und aufgeschüttet. Die Firma STRABAG wurde dafür an Bord geholt. Die Be- und Entwässerungsanlage wurde im Zuge der Grabungsarbeiten an der Piste adaptiert. Dazu kam eine neue Pumpanlage mit einer Stärke von fünfeinhalb KW. Probst: "Die Entwässerung hat hierbei einen besonders großen Stellenwert, da sich das Gelände in einem sumpfigen Gebiet befindet." Adaptiert wurde auch das Gebäude der Betriebsleitung.


Wirtschaftsfaktor

Die Kosten für die Sanierung um umgerechnet rund 300.000 teilten sich zu 50 Prozent das Land (durch die Sportstättenförderung mit 25 Prozent) und die Gemeinden. 50 Prozent musste der Flugsportverein zuschießen. Das Team des Flugsportvereins Nötsch freut sich, ab sofort den Flugsportlern wieder einen planmäßigen Betrieb anbieten zu können. „Vor allem kann man bei uns nun wieder unter besten, modernen Bedingungen fliegen“, betont Probst. Er lässt nicht unerwähnt, dass der Verein vor allem auch aus wirtschaftlicher Sicht eine wichtige Einnahmequelle für die Region ist. „Im Jahr haben wir in der Gemeinde rund 3.000 Nächtigungen durch die Flugsport-Klientel.“
Für den 30. und 31. Juli 2016 sind die diesjährigen Flugtage angesetzt. Im Vorjahr mussten diese wegen des schweren Hagelunwetters, das auch über Nötsch hinwegfegte, ins Wasser fallen. Der Schaden aus dem Ausfall der beiden Tage wird auf rund 200.000 bis 300.000 geschätzt.
Zu hoffen ist, dass die Veranstaltung heuer unter einem besseren Stern steht.

Zur Sache

Der Flugplatz Nötsch, am Fuße des 2.166 Meter hohen Thermikspenders "Dobratsch”, gelegen, ist ein idealer Ausgangspunkt für weitreichende Flüge sowohl ohne als auch mit Motor.
Am Flugplatz sind derzeit zwei Motorseglermaschinen, zwei doppelsitzige Segelflieger und fünf einsitzige Segelflugzeuge im Hangar stationiert.
Die Vereinsflugschule besitzt die Bewilligung zur Ausbildung von Segelfliegern für die Erlangung folgender Berechtigungen:
•Grundberechtigung für Segelflieger für die Startarten
Segelflug:
•Motorflugzeugschleppstart
•Hilfsmotorstart (Motorsegler)
•Gummiseilstart
•Berechtigung zweisitzige Segelflugzeuge zu führen
•Kunstflugberechtigung
•Eingeschränkte Sprechfunkberechtigung
•Motorflug: MIM – Motorsegler im Motorflug
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