07.10.2016, 08:47 Uhr

GeoPark von weltweit herausragender Bedeutung?

Entlang des Geotrails am Wolayersee (hier am Foto der Wolayer Seekopf) durchwandert man eine versteinerte Meereswelt, die hier ihre Spuren in Form von Korallen, Seelilien, urzeitlichen Tintenfischen und Krebsen in teilweise farbenprächtigen Gesteinen hinterlassen hat (Foto: Geopark Dellach)

Der GeoPark Dellach hat jetzt eine Machbarkeitsstudie „UNESCO Weltnaturerbe Karnische Alpen“ in Auftrag gegeben.

DELLACH. Der GeoPark Karnische Alpen zeichnet sich durch Fossilien und Gesteine aus, die fast lückenlos die Entstehung des Lebens und die Geschichte der Erde im Erdaltertum widerspiegeln. Dieses Bilderbuch der Erdgeschichte ist so einzigartig, dass es nach Meinung vieler Geologen einen außergewöhnlichen universellen Wert besitzt, der die Grenzen Österreichs übersteigt. Damit wären die Karnischen Alpen ein aussichtsreicher Kandidat für das Unesco-Weltnaturerbe-Siegel. Dies ist gewiss die höchste Auszeichnung weltweit - mit weitreichenden Chancen für die gesamte Region und zukünftige Generationen.

Viele Aspekte im Spiel

Für ein Unesco-Weltnaturerbe sind neben der Einzigartigkeit des natürlichen Erbes viele weitere Aspekte wichtig. Abzuklären sind Kosten und Finanzierung, das Herausarbeiten der Vorteile für Wirtschaft, Natur und Gesellschaft, oder die Klärung des Schutzes der geologischen Formationen. Anders als bei vielen anderen Prädikaten mit großräumigen Schutzgebieten reichen für ein Weltnaturerbe die Ausweisung kleinräumiger geologischer Vorkommen oder bestehende Schutzgebiete aus.

Prüfung soll die Chancen der Region ausloten

Zur Klärung obiger Aspekte und einer möglichen Aufnahme in den „Olymp“ der weltweiten Auszeichnungen wurde vom Verein GeoPark Karnische Alpen Mitte September 2016 eine Machbarkeitsstudie beauftragt, die von Land und EU im Rahmen des Österreichischen Programms für Ländliche Entwicklung 2014-2020 finanziert wird. Sie hat keinerlei rechtsverbindlichen Charakter, sondern dient ausschließlich als Entscheidungsgrundlage und der Prüfung, inwieweit die Region die Voraussetzungen für ein Unesco-Weltnaturerbe erfüllen würde.
Die Einbindung der Gailtaler Bevölkerung ist Bürgermeister Johannes Lenzhofer, gleichzeitig Obmann des Vereins Geoparks Karnische Alpen, ein großes Anliegen. Dies erfolgt durch Gespräche, Pressemitteilungen, regionale Workshops und eine abschließende Diskussionsveranstaltung. Letztere wird voraussichtlich noch im Dezember 2016 stattfinden. Und natürlich steht der GeoPark Karnische Alpen für Auskünfte zur Verfügung.
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