02.06.2016, 11:02 Uhr

Humbert-Fink-Preis für Engelbert Obernosterer

Josef Winkler, Ulrike Fink (Gattin von Humbert Fink), Vbgm. Jürgen Pfeiler, Preisträger Engelbert Obernosterer, Maja Haderlap und Katharina Herzmansky (von links) (Foto: KK)

Dieses Jahr ging der Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt an einen Gailtaler, den Schriftsteller Engelbert Obernosterer

MITSCHIG, KLAGENFURT. Engelbert Obernosterer aus Mitschig erhielt vor wenigen Tagen diesen mit 12.000 Euro dotierten Preis im Musil-Haus in Klagenfurt überreicht.

Engagement

Diese Auszeichnung wird seit 2014 alle zwei Jahre in Klagenfurt verliehen. Er wird an Autorinnen und Autoren vergeben, die sich durch literarisches Engagement in deutscher oder slowenischer Sprache in der Literaturlandschaft Kärntens und darüber hinaus einen Namen gemacht haben. Er ist benannt nach dem bekannten Kärntner Journalisten und Schriftsteller Humbert Fink, von dem auch die Idee zum Ingeborg-Bachmann-Preis stammt. Die Juroren, welche Obernosterer für diesen Preis vorschlugen, waren nicht geringere als die Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap und der Büchner-Preisträger Josef Winkler. „Es ist mehr als die Moneten, es ist die Anerkennung durch solche Größen“, bedankte sich Obernosterer bei der anwesenden Jury.

Alltagsgeschichten

Engelbert Obernosterer, geboren vor 80 Jahren im Lesachtal, besuchte das Gymnasium Tanzenberg, wurde dann Lehrer und Kunsterzieher am Borg in Hermagor. Er ist aber seit vielen Jahrzehnten vor allem auch als Schriftsteller tätig. In seinen Werken beschreibt er den Alltag der einfachen Leute, nichts beschönigend, aber auch seine Auseinandersetzung mit der Schule und der Bildungswelt.
„Engelbert Obernosterer bringt mit wenigen Worten ein Thema auf den Punkt, wofür andere lange Herumschreiben. Diese Kürze in der Prosa sei einzigartig in der österreichischen Gegenwartsliteratur“, so Katharina Herzmansky in ihrer beeindruckenden Laudatio.


"klagenfurter ensemble"

Einen Überblick über das literarische Gesamtwerk Engelbert Obernosterers zeigt das klagenfurter ensemble ab 24. Mai: Satirisch-kritische Heimatbetrachtungen unter dem Titel „Die Preisverleihungshose“.
Neben vielen Kulturschaffenden aus Kärnten waren auch etliche Hermagorer, unter ihnen auch der Kulturreferent der Stadtgemeinde Leopold Astner, bei dieser würdigen Ehrung anwesend.
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