11.07.2016, 08:00 Uhr

Mit Bertl Göttl rund um den Dobratsch

Im knallroten Steyr Oldtimer rund um den Dobratsch auf Tour: Bertl Göttl (Foto: Servus TV)

Am 15. Juli ist Bertl Göttl in "Heimatleuchten" in der Region Bleiberg und im Gailtal unterwegs. Zu sehen bei Servus TV.

GAILTAL. Im knallroten Steyr Oldtimer rund um den Dobratsch: Zwischen Wurzenpass und Villach durchfährt der Volkskulturexperte Bertl Göttl das Kärntner Dreiländereck und trifft dabei auf Menschen, die mit ihrer Heimat sehr verbunden sind. Er besucht mit einer Rangerin den Naturschutzpark Dobratsch und das Felssturzgebiet Schütt und sucht gemeinsam mit einem Förster auf der Egger Alm nach Braunbären. Er steigt hinab in alte Bleierz-Stollen in Bad Bleiberg und entdeckt althergebrachte Traditionen und zeitgenössische Kunst im Gailtal. Musikalisch begleiten Bertl Göttls Reise die Mauthner Tanzlmusi, die Knappenmusik Bad Bleiberg und die melodischen Klänge des Quintetts Oisternig. Herz und Seele Kärntens – zu sehen in: „Heimatleuchten – Mit Bertl Göttl rund um den Dobratsch“ am Freitag, 15. Juli, ab 20:15 Uhr bei ServusTV.


Wie könnte man das 50-jährige Jubiläum der Villacher Alpenstraße besser feiern, als mit einer Fahrt in einem strahlend roten Steyr Oldtimer aus dem Jahre 1929. Volkskulturexperte Bertl Göttl wird von Thomas Bilisch – dem Präsidenten des Oldtimerclubs Villach – in seinem, mit 30 PS für eine Panoramafahrt ausreichend motorisierten 12er Steyr rund um Dobratsch „kutschiert“. Um dann mit einem traumhaften Blick über das Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Italien, die Julischen Alpen und die Karawanken belohnt zu werden.

Gipfelwanderung

Bei der Roten Wand wird Bertl Göttl bereits von der Rangerin Irene Rippel-Katzmaier erwartet. Gemeinsam starten sie zur Gipfelwanderung auf das Dach der Villacherinnen und Villacher. Der Dobratsch ist nicht nur ein Ort zur Erhohlung, er versorgt Villach mit Wasser und als Hausberg der „Skilehrer“ vieler Einheimischer. Auch die Römer wussten schon die Besonderheit des Dobratsch zu nutzen. Noch heute kann man im Frühling nach der Schneeschmelze das Thermalbad in der freien Natur genießen.
Auf ihrer Erkundungsreise schlendern Bertl Göttl und die Rangerin durch den einmaligen Alpengarten „Villacher Alpi“, bewundern das bunte Blütenmeer der alpinen Pflanzenwelt und beobachten unzählige Gämse. Ein Besuch der beiden Gipfelkapellen darf natürlich nicht fehlen. Die „Deutsche Kapelle“ steht auf 2.159 m Seehöhe und liegt im Gemeindegebiet von Bad Bleiberg. Die „Windische Kapelle“ ist nur 300 Meter entfernt, gehört aber zur Gemeinde Nötsch im Gailtal.

Bergbau in Bleiberg

Weiter geht es nach Bad Bleiberg, wo Bertl Göttl und Thomas Bilisch ganz traditionell von der Musikkapelle empfangen werden. Der Ort und die Menschen wurden vom Blei- und Zinkabbau geprägt – bis heute. Hautnah erleben kann man den Bergbau im Kurzentrum mit Stollen und Schaubergwerk. Nach einem Gespräch mit dem Historiker Günther Zaworka, der Geheimnisse aus dem Leben eines Bergmanns erzählt, schwingt der Heimatleuchten-Host selbst in einem der alten Bleierz-Stollen Schlägel und Eisen.

Auf die Egger Alm

Vom dunklen Stollen geht die Reise anschließend weit hinauf. Mit Jäger Kurt Zollner und dem pensionierten Zöllner Josef Schwarzenbacher wandert Bertl Göttl auf die Egger Alm in Hermagor. Dabei erzählen ihm die beiden Freunde mehr über die ersten Sichtungen der Braunbären, welche heute wieder fixer Bestandteil der heimischen Fauna sind.

Im Gailtal

In Nötsch besucht Bert Göttl die älteste Mühle des Gaitals. Hermine Wiegele und ihr Sohn Widgar führen die wasserbetriebene Mühle nicht nur, sie backen auch Brot und ihre berühmten Schaumrollen in der nebenan gelegenen Bäckerei.
In Feistritz endet Bertls Rundreise. Dort trifft er den jungen Obmann der Feistritzer Burschenschaft Felix Abuja, der im die jahrhundertealte Tradition des Kufenstechens vorstellt. Jedes Jahr am Pfingstmontag reiten junge Männer auf ungesattelten Pferden um das begehrte Blumenkranzl. Bertl Göttl hilft zum Abschluss beim Aufzäumen und Aufkranzen der Pferde.

Als Buch

Wer noch mehr über die einzigartigen, oft versteckten Kostbarkeiten des Kärntner Dreiländerecks erfahren möchte, hat ab 22. Juli die Möglichkeit. Im Servus Verlag erscheint Bertl Göttls neuestes Buch: „Unterwegs mit Bertl Göttl: Im Kärntner Dreiländereck“. Schmökern und Nachlesen lohnt sich.

„Heimatleuchten – Mit Bertl Göttl rund um den Dobratsch“ am Freitag, 15. Juli 2016
ab 20:15 Uhr auf Servus TV.
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