30.08.2016, 14:17 Uhr

Mit moderner App auf Zeitreise gehen

(Foto: edufilm)

Unternehmen aus Bad Bleiberg arbeitet am vielleicht letzten EU-Projekt Schottlands mit.

BAD BLEIBERG. Das Bad Bleiberger Unternehmen edufilm ist einer der Partner eines herausragenden EU-Projektes, das einstige Grenzen erlebbar macht und aufzeigt, wie sehr Europa durch seine gemeinsame Geschichte verbunden ist. Das Römische Reich ist ein Beispiel für die Vergangenheit vieler Länder. Ein interessantes Projekt, das mitten im Brexit und nach dem Votum gegen die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens in Schottland gestartet ist.

Über drei Kontinente

Die Grenzanlagen des Römischen Reiches zogen sich einst über drei Kontinente (Europa, Afrika, Naher Osten) und hatten eine Länge von ca. 5.000 km. “Creative Europe” stellt jetzt eine Förderung zur Verfügung, die einen Abschnitt der einstigen Römischen Grenzen – das Uneso Weltkulturerbe Antoninuswall in Schottland – mittels einer 3D-App mit modernster Technologie präsentieren soll. Ein herausragendes Projekt, von dem auch andere europäische Länder profitieren sollen.

Interesse wecken

Die neue Technologie verspricht, das Besuchererlebnis zu bereichern und somit auch das Verständnis und das Interesse für dieses antike Denkmal zu fördern. Das wird u. a. durch Augmented Reality und 3D-Rekonstruktionen erreicht, die sowohl vor Ort aber auch an jedem beliebigen Ort (z. B. von Zuhause) abrufbar sind. Ein zentrales Element des Projektes ist, spezielle Nutzer anzusprechen, insbesondere auch Schulen, Vereine und andere interessierte Organisationen, die die neue Technologie auch testen und durch ihren Input mithelfen, sie stetig zu optimieren.


Weltweit vermittelt

Während des Projektes wird die neue Technologie, die die Präsentation des Denkmals und auch das Mitgestalten und Mitmachen fördert, geprüft und in Konferenzen in Schottland und Deutschland diskutiert und europa- und weltweit vermittelt. Die Endprodukte werden auch, ohne Kosten, für andere Länder zur Verfügung gestellt, welche über Überreste einstiger Römischer Grenzanlagen verfügen (Niederlande, Slowakai, Ungarn etc.). So können diese daraus ihre eigene App-Version erstellen.


ALApp

Das EU-Projekt mit Namen “Advanced Limes Applications project” (ALApp) entsteht in Partnerschaft mit Historic Environment Scotland, The Glasgow Centre for Digital Documentation and Visualisation (CDDV), dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der österreichischen Firma edufilm und medien GmbH. Alle Beteiligten sind für innovative Projekte und Produktionen bekannt.
Erik Dobat vom Unternehmen edufilm und medien GmbH sagt: “Wir freuen uns sehr darüber, bei solch einem EU-Projekt mit dabei zu sein, ein EU-Projekt, das hilft, gemeinsame Europäische Geschichte einem breiten Publikum zu vermitteln. Archäologische Denkmäler, Funde und Erkenntnisse werden so breit verfügbar gemacht und leicht verständlich präsentiert."
"Wir haben sehr viel Erfahrung in der Entwicklung neuester Apps. Diese werden wir nutzen, um den Antoninuswall und die einstigen Römischen Grenzen auf innovative Art und Weise zu präsentieren, indem wir auch 3D und Multimedia einsetzen, um ein besseres Kennenlernen und Verstehen der Denkmäler zu ermöglichen. Wir freuen uns sehr auf die Arbeit in einem internationalen Team, in dem wir unsere Ideen und unsere Expertise teilen können", so Dobat.

Zur Sache

Das Unternehmen "edufilm und medien GmbH" mit Sitz in Bad Bleiberg hat sich darauf spezialisiert, Bildung und Wissen mittels Multimedia und mithilfe neuester Technologien zu vermitteln und so einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen.
Die Firma produziert nicht nur Bildungsmedien (Filme, ebooks) für den Unterricht und für Museen, sondern ist auch in der Entwicklung und Umsetzung innovativer App-Projekte (für Smartphones) international tätig.
"Es ist hier im Bleiberger Hochtal einfach gut, kreativ zu arbeiten gerade dann, wenn man in der Kreativbranche tätig ist und für den Beruf viel unterwegs sein muss. Hier kann man zur Ruhe kommen und neue Ideen entwickeln", sagt Sandra Walkshofer.
Sie und ihr Mann Erik Dobat gehören zum Unternehmen edufilm und sind beide seit 1998 tätig.
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