07.06.2016, 12:16 Uhr

Museen arbeiten jetzt vernetzt zusammen

Bgm. Alfred Altersberger, Birgit Kassel, Andreas Scherer, Hilde Schaumberger, Kulturlandesrat Christian Benger (v.l.)

Bunkermuseum, Museum Nötscher Kreis und evangelisches Kulturzentrum Fresach kooperieren.

NÖTSCH, WURZENPASS, FRESACH (iz). Gemeinsam die Kräfte bündeln, das vorhandene Potenzial mittels Netzwerk ausschöpfen, das ist der zentrale Gedanke hinter „Quergschaut“: einer Kooperation dreier Museen: das Museum des Nötscher Kreises, das Bunkermuseum am Wurzenpass und das evangelische Kulturzentrum Fresach arbeiten in Zukunft zusammen.
Vergangenen Mittwoch haben sich die Vertreter der drei Museen im Museum des Nötscher Kreises getroffen und den Kooperationsvertrag unterschrieben.

Gleiche Ausgangslage

Die drei Museen haben, so unterschiedlich ihre Ausstellungen sind, die gleichen Probleme – die geografische Randlage ist eines davon. "Regionale Museen fördern die Identität der Bewohner im ländlichen Raum", hebt Birgit Kassel vom Museum des Nötscher Kreises hervor. Durch die Kooperation sollen die angepeilten Ziele effektiver umgesetzt und erreicht werden können. "Es geht darum, unsere unterschiedlichen Werte gemeinsam besser zu vernetzen, mit dem Ziel, dass jedes Museum seine Eigenständigkeit bewahrt", betont Andreas Scherer vom Bunkermuseum.

Ziel: Höhere Besucherzahlen

So will man primär die Besucherzahlen steigern. Das Bunkermuseum zählte zuletzt 12.600 Kulturinteressierte, das Museum des Nötscher Kreises verbuchte 4.500 Besucher und das Diözesan-Museum in Fresach hatte 3.600 Gäste. Mit der Kooperation sollen es mehr Besucher werden.
Die Zahl der Kulturtouristen ist im Steigen. Der Gast will ein authentisches kulturelles, in der Region verwurzeltes Angebot. 15 Prozent der Bruttowertschöpfung entfallen auf den Bereich Tourismus und Freizeit. 17,5 Prozent der Arbeitsplätze sind im kulturellen Sektor verankert. Dieses Faktum ist Ausgangspunkt und Intention für die Zusammenarbeit der drei Museen.
Des Weiteren will man Gäste mit höherem Einkommen ansprechen. „Wir wissen, dass sich die Gästestruktur der Urlauber insgesamt verändert, die Gäste werden jünger, die Gäste, die in Museen gehen, haben ein höheres Bildungsniveau, und sie verfügen über ein höheres Einkommen. Und dieses Potenzial wollen wir mit unserer Kooperation auch erschließen“, sagt Hilde Schaumberger vom Diözesanmuseum.

Museumssommer geplant

Von 1. Juli bis 31. August soll es im Zuge der Kooperation einen Museumssommer geben. Dafür wird es eine einheitliche Karte für alle drei Museen geben. Auch das Marketing will man gemeinsam betreiben – mit dem Fokus auf die Nachbarländer Italien und Slowenien. Dafür sind die Museen in Folge um EU-Gelder bemüht. Alle 77 Regionalmuseen fördert das Land Kärnten mit je 4.700 Euro. „Kärnten braucht mehr Innovation. Der Kulturbereich ist beispielgebend dafür, dass eigenverantwortlich und vorausschauend und visionär gehandelt wird", betonte Kulturreferent Christian Benger (ÖVP).
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