16.05.2016, 10:15 Uhr

Rettung für Biene, Schmetterling & Co

Die Schüler der 3a Klasse der Neuen Mittelschule Nötsch stechen im ersten Schritt des Projekts den Löwenzahn (Foto: nms nötsch)

NMS Nötsch und Arge Naturschutz errichten Blühwiese zur Rettung von Bienen und Insekten.

NÖTSCH. Anlässlich der WOCHE-Jubiläumsaktion „20 Projekte für Kärnten“ errichtet die Neue Mittelschule Nötsch in Kooperation mit der Arge NATURSCHUTZ eine Blühwiese für Bienen, Schmetterlinge, Insekten u.a. Nutztiere.

Ohne Blumen keine Nahrung
Bunte Blumenwiesen im Garten und in der Landschaft sieht man immer seltener. Das hat auch negative Auswirkungen auf Bienen, Schmetterlinge und Insekten. Ohne Blumenwiese finden sie keine Nahrung mehr. Mit dem WOCHE-Projekt zur Rettung der Insekten wirken die Pädagogen und die 26 Schüler der 3a Klasse der Neuen Mittelschule Nötsch und die Arge NATURSCHUTZ diesem Problem entgegen.
Die Neue Mittelschule Nötsch zählt zu den Ökolog-Schulen. Damit setzt sich die Schule für die Umwelt ein und sucht nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Themen bzw. Fragestellungen. Als Ökolog-Schule ist die NMS Nötsch somit ein idealer Partner für das WOCHE-Projekt, das unter dem Titel „Schmetterling trifft Blume“ läuft.

Vorbereitungen laufen
Die Vorbereitungen dazu sind bereits eingeläutet. Im ersten Schritt haben die Schüler den Rasen vor der Schule von Löwenzahn befreit. Auf dem rund 120 m² großen Grünflächen-Areal vor der Schule hat die Landschaftsplanerin Gerhild Wulz-Primus von der Arge NATURSCHUTZ gemeinsam mit den Schülern der 3a unter der Projektleitung der NMS-Pädagogin Anita Popotnig dann die Basis für die Blumenwiese gelegt.
Auf einem Teil des Areals haben die Schüler unter der fachlichen Anleitung von Wulz-Primus und Popotnig autochthones Pflanz- und Saatgut (Pflanzensippen, die in einem bestimmten Gebiet einheimisch sind, die sich dorthin ohne Einfluss des Menschen ausgebreitet haben und dort dauerhaft vorkommen und reproduzieren) gesetzt. Dieses Saatgut bringt speziell regionale Pflanzen hervor, die wiederum für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten als Nahrungsgrundlage sind. In einem nächsten Schritt haben die Schüler mit ihrer Lehrerin und der Arge NATURSCHUTZ Pädagogin ein rund zwei mal sechs Meter großes Beet vorbereitet. Auf diesem wurden Rasenpolster verpflanzt, die typische Nutzpflanzen für die Tiere aufweisen.

Verlockende Sträucher
An der Längsseite der Grünfläche zum Eingang des Schulgebäudes hat das Projektteam Stauden und Sträucher gesetzt, die ihren Ursprung in unserem Gebiet haben und die speziell insektenfreundlich sind. „All diese Maßnahmen sollen in Folge die Insekten anlocken und ihnen damit Lebens- und Nahrungsgrundlage bieten“, so Popotnig. „Für die Schüler ist dieses Projekt insofern spannend, da sie selbst aktiv werden dürfen und laufend mitverfolgen können, wie es sich entwickelt. Die Mädchen und Buben sehen ein Ergebnis, das durch ihre Hände geschaffen wurde und für die Zukunft eine nachhaltige Wirkung hat“, betont die Direktorin der NMS, Roswitha Baurecht.

Aktionstag

Am 19. Mai findet an der Schule im Zuge des laufenden Projekts ein „Aktionstag“ statt. In einem Kurzvortrag wird der Projektklasse der Nutzen und Wert unserer Landschaft, der Wiesen und Pflanzen in unserer Region näher gebracht. Im Anschluss dürfen die Schüler in Gruppen die Pflanzen mittels Katalog bestimmen.

Zur Sache
Roswitha Baurecht, Direktorin der Neuen Mittelschule Nötsch (auf dem Bild links) betont: "Durch das Projekt 'Schmetterling trifft Blume' lernen die Schüler einerseits den Wert und die Kostbarkeit des heimischen Bodens kennen und wertschätzen. Sie erfahren weiters, welche einheimischen Pflanzen es gibt und warum diese wichtig für Insekten sind. Die Schüler werden durch das Projekt für das Thema Umweltschutz sensibilisiert: Wie gehe ich mit Insekten und Pflanzen um? ist eine zentrale Frage dabei. Die Kinder werden darauf aufmerksam gemacht, dass auch jedes 'Unkraut' seinen Nutzen und seine besondere Bestimmung hat."

Klaus Krainer (GF Arge NATURSCHUTZ): "Mit der Anlage von Blühflächen auf einem Teil des Schulareals der NMS Nötsch möchte die Arge NATURSCHUTZ bei den Schülern und Lehrern das Bewusstsein für den Wert solcher Flächen schaffen und die Artenvielfalt fördern. Gleichzeitig soll diese Aktion als Vorbild dienen und viele Menschen motivieren, im eigenen Garten Blühflächen anzulegen, auch wenn es sich nur um wenige Quadratmeter handelt. Blumenwiese und Staudenfluren aus heimischen Wildpflanzen dienen nicht nur Schmetterlingen, Wildbienen & Co als wertvolle Nahrungslieferanten, sie sind auch für uns Menschen eine Augenweide."

Zur Sache

Am Donnerstag, den 9. Juni um 19 Uhr ist die Endpräsentation des Projekts. An diesem Tag wird die Neue Mittelschule Nötsch zur ersten Naturpark-NMS Kärntens ernannt. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird das Projekt „Schmetterling trifft Blume“ vorgestellt.
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