25.06.2016, 10:30 Uhr

Sie fiebern mit ihrem Team mit

Roberto Morocutti
GAILTAL (nic). Die Chance, ein EM-Match gemütlich vor dem Fernseher daheim zu sehen, ist für Pizzabäcker und Gastronom Valentin Stepanow aus Nötsch sehr gering. Dafür ist der Fernseher in seinem Lokal immer, wenn EM-Fußballspiele laufen, die ihn interessieren, an.

Wurzeln in Italien

Seit sieben Jahren lebt der 58-Jährige hier bei uns, aber zuvor waren es 35 Jahre, die er mit seiner Familie in Italien verbracht hat.
"Ich gönne beiden Teams viele Siege und freue mich über jedes Tor – oft gemeinsam mit den Gästen", verrät er. Mit seinem rumänischen Pizzabäcker und Koch Enache Mihai verbinden ihn aber auch die Wurzeln in diesen Teil von Europa, denn dort wurde Stepanow ursprünglich geboren. Daher begeistern die beiden ebenfalls die Erfolge des rumänischen Teams.
"Forza Italia", denkt sich auch Roberto Morocutti bei dieser Fußball-EM. Er hat bis vor sechs Jahren selbst leidenschaftlich und erfolgreich gekickt, bis ihn eine Knieverletzung zur Aufgabe zwang. Er fiebert nicht nur mit seiner Mannschaft aus Udine immer mit, sondern schaut auch regelmäßig die EM im TV.
"Mit einer guten italienischen Jause und gemeinsam mit dem Schwiegervater oder Freunden macht das viel Spaß", erklärt der Wahl-Nötscher, der hier seit zehn Jahren lebt. Der Feinkosthändler tippt auf einen Platz unter den ersten Vier für Italien, drückt aber auch gern mal für Österreich die Daumen.


Gemeinsam mit Dora

Gerhard Veldkamp ist seit vielen Jahren Wahl-Bleiberger und kommt aus den Niederlanden. "Klar, Oranje ist bei dieser EM gar nicht dabei, aber so sehr ich den holländischen Liga-Fußball verfolge, so wenig taugt mir das Nationalteam mit seinen Leistungen", macht der 69-Jährige deutlich.
Er favorisiert die deutsche Nationalmannschaft und schaut mit seiner Lebensgefährtin Dora viele Spiele gemeinsam. "In erster Linie will ich tollen Fußball sehen", erklärt er. "Unter diesem Aspekt jubele ich gern auch für Österreich oder ein anderes Team – sofern die Leistung stimmt."
Fußballerischer Ausnahmezustand herrscht für Maik Sohns vor allem während der Bundesligasaison in Deutschland. Dort kommt er her, doch genauso lange wie er im Gailtal lebt, ist der Physiotherapeut stolzer Besitzer einer Dauerkarte in Hamburg.
"Der HSV ist mein Ein und Alles", erklärt der Single. "So oft es geht, bin ich im Stadion dabei. Bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich drückt er mit seinen Freunden gern auch der österreichischen Mannschaft die Daumen.
"Wenn die Deutschen gut spielen, dann ist der Einzug ins Halbfinale sicher möglich," lautet sein Tipp. Sohns schaut aber auch die Duelle der anderen Teams. "Hauptsache guter Fußball", lautet sein Fazit zum EM-Verlauf.
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