29.06.2016, 14:21 Uhr

VS Hermagor: Kleine Helden von morgen

Die Kinder der Volksschule Hermagor beeindruckten die Jury u. a. mit dem Lied "Nein" aus dem Kinderfilm "Wolfis Traum" (Foto: Silke Neuwirth)

Wettbewerb Falco goes school: Volksschule Hermagor ist unter den Top fünf.

HERMAGOR, WIEN. „Wir san die Helden von heit“, röhrte Falco zu Lebzeiten inbrünstig ins Mikro. „Helden von heute“ ist nicht nur ein weltbekannter Song der Austropop Legende. Es ist ein Projekt, dessen Name auf diesen Hit von Falco basiert. Wolfgang Kosmata ist der Vater der Initiative „Helden von heute – Falco goes school“. Die Falco Privatstiftung in Wien unterstützt dieses Projekt und startete am 1. März 2016 einen österreichweiten Talent-Wettbewerb für Schüler. Dafür stellt die Stiftung für die Gewinner ein Preisgeld im Gesamtwert von 45.000 Euro in Aussicht.

In letzter Minute angemeldet

Bei dem Bewerb wird in drei Kategorien ein mit jeweils 15.000 Euro dotierter Siegerpreis an die Erstplatzierten vergeben. Das Publikum und eine Jury voten. Die Sensation: In der Kategorie 1 – erste bis vierte Klasse Volksschule – hat es die Volksschule Hermagor in der Vorentscheidung österreichweit unter die fünf besten geschafft. Das tolle Voting und die interne, in Wien abgehaltene Wertung der Jury der Falco Stiftung brachten die Gailtaler Kinder somit ins Finale. Dementsprechend sind Schüler, Lehrer und Eltern aus dem Häuschen.

Initiative ergriffen

Maßgeblich für diesen Erfolg ist Silke Neuwirth, Musiklehrerin an der Musikschule Hermagor und Gründerin der BORG-Formation, verantwortlich. Sie war es, die die Schüler für das Projekt „Helden von heute“ motiviert und im letzten Moment vor Einsendeschluss im April zu dem Wettbewerb angemeldet hat. „Ich habe einige Lieder aus der Vergangenheit, die ich auf youtube von den Schülern gefunden habe, eingeschickt“, so Neuwirth. Gemeinsam mit Angelika Ebner, Lehrerin der 4m, hat Silke binnen kürzester Zeit die Schüler für den Wettbewerb und den Auftritt vor der Jury vorbereitet – ein immenser Zeitdruck also, unter dem alle standen. Unterschiedliche Lieder mussten einstudiert werden. Binnen zwei Wochen stellte Silke dafür auch eine Band mit Schülern der ersten bis vierten Klasse zusammen und studierte mit ihnen vier Nummern ein. „Es war erstaunlich, was die Schüler in diesen zwei Wochen, die ihnen zum Einstudieren geblieben sind, geschafft haben“, sagt die Musiklehrerin.

Die Jury kommt

Am Freitag, dem 17. Juni, war dann der große Tag: Konzert- und Künstlermanager Wolfgang Kosmata und Peter Pernica, der als Promotion-Manager schon Popgrößen wie Sting, Elton John, Bon Jovi uvm. betreute, besuchten die Volksschule Hermagor. Im Rahmen einer Tour machen sie sich bei allen Finalisten vor Ort ein Bild von ihren Darbietungen. In einem 45-minütigen Programm zeigten die Kinder der Volksschule Hermagor vor den Augen der Eltern und der Jury ihr Können.

Beeindruckend präsentiert

Insgesamt präsentierten die Kids 15 Lieder. Eine Bläsergruppe unter der Leitung von Hans Grollitsch etwa spielte drei ihrer liebsten Stücke. Die Volksschulband, die Silke eigens für den Bewerb aufgestellt hatte, rockte, rappte und swingte, wie man es sonst nur bei den Großen sieht. Die Band begleitete musikalisch die vier Musikschulklassen der Hermagorer Volksschule. Lehrerin Angelika Ebner und die Schüler der 4m trugen sechs Lieder vor. Zum Abschluss sangen alle Schüler das Lied „Nein“ aus dem Kinderfilm „Wolfis Traum“. Dieser entstammt aus der Kooperation mit dem Borg Hermagor.
Nun fiebern die Kinder, Eltern und Lehrer dem Finale entgegen: Ende Juni sollen die Projektsieger und die Platzierten bekannt gegeben und die Preisgelder vergeben werden.

Zur Sache

Lydia Gasser, Direktorin der Volkschule Hermagor, freut sich über das tolle Ergebnis, das sie gemeinsam mit Kollegin Andrea Ebner und Silke Neuwirth von der Musikschule Hermagor bei dem Wettbewerb bisher erreicht hat. "Die Idee von 'Helden von heute' hat uns gefallen. Dass wir unter den besten Fünf aus ganz Österreich sind, macht uns stolz. Es ist ein tolles Gefühl."

Gasser führt das Ergebnis nicht zuletzt auf den hohen Level zurück, den sich die Schule auferlegt: "Es wird an unserer Schule über das ganze Jahr musikalisch auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet. Das ist auch auf die gute Kooperation mit Silke Neuwirth zurückzuführen. Über diese ist Silke an unsere Schule herangetreten. Wir haben prompt zugesagt, weil wir von der Sache überzeugt waren. Das Projekt kam überraschend zu unseren anderen dazu, und war daher sehr kurzfristig umzusetzen. Was wir in kürzester Zeit geschafft haben, ist sensationell." "Der Moment vor der Jury war ein großartiges Erlebnis. Die Kinder waren hoch motiviert und zeigten eine beeindruckende Leistung. Beim Lied von 'Wolfis Traum' ist der Funke auf die Jury und das Publikum übergesprungen. Die Musik, verbunden mit der Botschaft des Songs, jenen eine Stimme zu geben, die keine haben, hat alle berührt. Für mich sind meine Schüler die Helden", so Gasser.

Silke Neuwirth über das traumhafte Zwischenergebnis:

Was das Finale des Wettbewerbs "Falco goes school" betrifft, sieht Musiklehrerin Silke Neuwirth (Foto) dem Ergebnis optimistisch entgegen: "Das Lied "Nein" aus dem Film "Wolfis Traum", das alle Kinder gesungen haben, hat bei der Jury am meisten eingeschlagen. Die Kinder haben das Thema rund um den Tierschutz sehr überzeugend rübergebracht. Mit den Puppen war die Präsentation besonders wirkungsvoll und hat bei vielen eine Gänsehaut erzeugt. Auch die Jury hat unser Lied offensichtlich überzeugt. Zwei Tage später hat mich Wolfgang Kosmata angerufen und gesagt, dass der Film Potenzial hat und dass er mit mir bald über seine Ideen, die er mit dem Film hat, reden möchte."
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