14.04.2016, 08:31 Uhr

Beste Jahresbilanz für Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See

Die Stadtgemeinde Hermagor verzeichnet beim aktuellen Budget einen Überschuss von 469.380 Euro (Foto: Jost)
HERMAGOR. In jeder Hinsicht erfreulich und produktiv verlief kürzlich die erste Gemeinderatssitzung 2016 der Stadtgemeinde Hermagor Pressegger See. Die Bezirkshauptstadt kann mit der Jahresbilanz 2015 auf ihr bestes Bilanzergebnis seit Bestehen verweisen.

Auf dem richtigen Weg

„Die 469.380 Euro im Überschuss sowie die anderen Kennzahlen sind für mich Beweis dafür, dass der Weg, den wir gehen, der richtige ist. Und - wir alle sind daran beteiligt! Ich danke allen SteuerzahlerInnen, allen MitarbeiterInnen der Gemeinde sowie den Stadt- und GemeinderätInnen für ihre Beiträge, ihren Einsatz und ihre Unterstützung. Die produktive Zusammenarbeit in den Gremien, das wirtschaftliche Planen sowie das kostenbewusste und effektive Arbeiten in den Gemeindeabteilungen tragen Früchte“, so Bürgermeister und Finanzreferent Siegfried Ronacher.

Kommunalsteuer erhöht

Die Kommunalsteuer konnte im Vergleich zu 2014 um 53.000 Euro erhöht werden (2015 waren es 1,837.000 Euro). „Das zeigt – wir haben mehr Arbeitsplätze und unsere Unternehmer bringen Top-Leistungen“, so Ronacher. Auch die Einnahmen aus dem Tourismus (Ortstaxe) sind gestiegen. 2015 waren es um 27.400 Euro mehr. Ebenfalls erfolgreich haben alle Gebührenhaushalte (Wasser, Abwasser, Abfall, ...) abgeschlossen, auch ihre Abschlüsse verweisen auf ein gutes Plus. Um 49.000 Euro mehr kann man bei den Ertragsanteilen verweisen. Und, „durch gute Verhandlungen mit dem Land Kärnten haben wir 2015 rund 757.000 Euro an Bedarfszuweisungsmitteln erhalten und konnten diese bei diversen Projekten wie z. B. der Hauptplatz-Neugestaltung, dem Rathaus-Umbau, im Bereich Hochwasserschutz, bei der Errichtung der Feuerwehrhäuser Möschach und Mitschig etc. einsetzen.
Ein herzlicher Dank hier an Finanzreferentin LHStv.in Dr. Gaby Schaunig“, so Bgm. Ronacher.

Der erfreuliche Jahresabschluss spiegelt sich auch in der Eigenfinanzierungsquote wieder. Mit 104,8 Prozent liegt Hermagor über dem Kärnten Schnitt. Auch bei der freien Finanzspitze, einer weiteren Kennzahl im kommunalen Bereich, die den Spielraum für neue Projekte und Investitionen zeigt, ist das Ergebnis positiv. „Hier haben wir uns in den letzten Jahren von 1,83 Prozent auf 6,41 Prozent verbessert“, erklärt Ronacher. Zufrieden konnte die Stadtregierung bei der Sitzung auch die aktuelle Schuldendienstquote melden. Die ausgezeichneten 2,59 Prozent (im Kärntner Schnitt sechs Prozent) sprechen für sich.


Ausgaben für die Verwaltung gesunken

Nennenswert ist auch, dass die Ausgaben für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand in Relation zu den laufenden Ausgaben der Gemeinde mit 24,89 Prozent (Kärnten-Schnitt 28 Prozent) ebenfalls einen guten Wert zeigen. „Hier sehen wir klar, dass sich unsere Maßnahmen wie z. B. im Rahmen des Verwaltungsreform-Projekts 'Columbus' in Ersparnissen niederschlagen“, so der Bürgermeister.

Rücklagen. Durch den Jahresabschluss kann die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See nun auf einen aktuellen Rücklagen-Stand von 1,1 Millionen Euro verweisen. Erstmalig konnte auch eine allgemeine Rücklage gebildet werden.


Vizebürgermeister Leopold Astner (ÖVP) dazu:
Der Voranschlag 2016 von 17.060.000 Euro konnte um 3.335.000 Euro erhöht werden, der Voranschlag 2016 (ordentlicher und außerordentlicher Haushalt) beläuft sich somit auf 20.395.000 Euro. Dadurch konnten gleich wichtige Projekte für 2016 abgesegnet werden, wie z. B. die Fertigstellung des Gemeinschaftshauses in Rattendorf, die neue Eindeckung des Daches der VS Tröpolach, Sanierungsmaßnahmen bei der VS Hermagor, weitere größere Investitionen im Hochwasserschutz sowie das Projekt „LED-Umrüstung“, also die Umstellung der öffentlichen Beleuchtung im Gemeindegebiet.

Einstimmigkeit. Weitere „Premiere“ bei der Sitzung – ebenfalls erfreulich und außergewöhnlich: „Erstmalig wurden alle - diesmal waren es 18 - Haupt- und Unterpunkte des Tagesordnung einstimmig beschlossen“, freut sich Bürgermeister Siegfried Ronacher.
Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2015 ist äußerst positiv ausgefallen und weist einen großen Überschuss aus. Vbgm. Leopold Astner: „Der Rechnungsabschluss ist sehr positiv. Ein Großteil des erwirtschafteten Überschusses ist auf höhere Einnahmen aus der Wirtschaft, wie etwa das ca. 5% höhere Kommunalsteueraufkommen, höhere Einnahmen aus Ortstaxen und Ertragsanteilen zurückzuführen. Verknüpft mit Rücklagenentnahmen und Erlösen aus einem Grundverkauf ist dieser Rechnungsüberschuss entstanden, welcher mit dem Nachtragsvoranschlag zum Gemeindebudget 2016 wieder in Projekte umgesetzt wird. Als Referent für die Wildbach- und Flussverbauung freue ich mich, doch etwa 230.000 Euro an Interessentenmitteln der Gemeinde aufbringen zu können und damit mehrere Projekte wie die Verbauung des Vellachbaches weiterzubringen oder den Hochwasserschutz an der Gössering in einer ersten Phase zu starten. Die Sicherheit für unsere Bürger vor Naturgefahren ist wichtig, auch wenn viele diese erst dann schätzen, wenn es zu Katastrophen kommt.“
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