11.08.2016, 08:51 Uhr

Kötschach Mauthen: Homepage der Gemeinde gehackt

So präsentierte sich die gehackte Website. Sie ist mittlerweile vom Netz genommen worden (Foto: KK(Screenshot)

Sonntag abend gab es eine Hackerattacke auf die Website der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen.
Von Iris Zirknitzer

KÖTSCHACH-MAUTHEN. Ein Klick und schnell mal schauen, was sich in der Gemeinde tut - das gehört für viele Menschen zum täglichen Alltagsritual. Doch wer dieser Tage die Homepage der Marktgemeinde Kötschach besuchen wollte, staunte nicht schlecht.
Ein kurdischer Hacker namens "silo/"/By mc-katiam" lachte von der Gemeinde-Website. Die Homepage der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen www.koetschach-mauthen.gv.at wurde laut Bürgermeister Walter Hartlieb am Sonntag abend gehackt.

Sicherheitslücke

"Gegen 22.00 Uhr haben wir das bemerkt. Die Homepage wurde selbst gemacht und über Joomla erstellt," sagt Hartlieb.
Aus Kostengründen hat man die Homepage nicht ausgelagert. Die Wartungsarbeiten wurden selber durchgeführt. "Nachdem die Version Joomla bereits eine ältere ist und nicht aktualisiert wurde, dürfte es hier eine Sicherheitslücke gegeben haben", so Hartlieb.

Backup nicht sinnvoll

Ein Backup der Homepage auf Basis der bestehenden Version von Joomla aufzusetzen, hätte laut dem Bürgermeister keinen Sinn, "weil wiederum von Hackern ein ähnlicher Angriff durchgeführt werden könnte."
Ob der Angriff von einem kurdischen Hacker oder von einem sonstigen Hacker durchgeführt wurde, kann nicht beurteilt werden. Hartlieb dazu: "Die Sicherheitslücke im veralterten System der Homepage kann durch Zufall oder gezielt gefunden worden sein."

Daten nicht in Gefahr

Die Homepage der Gemeinde ist ein Informationsmedium für die Bürger, die Bevölkerung und die Gäste. Laut dem Gemeindechef besteht keine Gefahr, dass irgendwelche Daten in falsche Hände geraten.
"Durch den Angriff auf die Homepage sind keine Daten Dritter oder schützenswerte Informationen betroffen. Die Homepage ist in erster Linie ein Informationsmedium der Gemeinde," informiert der Gemeindechef.

Zukünftig wird man auf eine gewartete Homepage eines professionellen Anbieters umsteigen. Sobald diese Kosten ermittelt wurden und die Freigabe für eine neue Homepage gegeben ist wird man auf eine neue Homepage umsteigen und somit auch abgesichert sein. Hartlieb: "Der Vorfall ist bedauerlich. Wir sind jedoch froh, dass keine schützenswerten Daten vom Angriff betroffen sind."
Die Polizei wurde über den Vorfall daher auch nicht in Kenntnis gesetzt.

Zur Sache

Wie ist eine Hackerattacke wie in diesem Fall möglich?
Hacker suchen im digitalen Netz bewusst nach IP-Adressen, die eine Schwachstelle aufweisen. (Wie im Fall die Homepage der Gemeinde Kötschach-Mauthen)

Was ist dabei passiert?
Der Hacker hat die Startseite der Website schlichtweg ausgetauscht.

Warum sind die Daten sicher?
Die Gemeinde-Homepage ist eine Website, die ausschließlich als Info-Portal dient.

Sensible Daten von Bürger etwa, sind hier nicht gespeichert.
Solche werden im Innenministerium oder dem Kärntner Rechenzentrum gespeichert. Auf diese geschützten Server ist von außen kein Zugriff möglich.
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