03.08.2016, 07:55 Uhr

Neuer Stadtsaal für Hermagor

Ins Rathaus kommt frischer Wind. 2017 sollen Veranstaltunggsaal (Foto), Foyer und Kellergeschoss modernisiert werden

Projekt Columbus 13: Rathaus Hermagor bekommt neuen Veranstaltungssaal.

HERMAGOR. 1962 wurde das Rathaus am Wulfeniaplatz in Hermagor seiner Bestimmung übergeben. Das Kulturhaus mit den Veranstaltungssälen wurde nur ein Jahr später, am 11. August 1963, fertig gestellt.


Erster großer Umbau

Von 2013 bis 2014 wurde das Amtshaus im Rahmen des Projekts „Columbus 13“ dann umgebaut. Es war Zeit, die Verwaltungsebenen zu optimieren und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.
Nun steht – als letzter dieser Arbeitsschritte – die Modernisierung der Veranstaltungsbereiche am Plan.
„Dies war von Beginn an so geplant und unsere Projektgruppe rund um Vizebürgermeister Christian Potocnik ist aktuell dabei, Ideen dafür zu sammeln. Daraus werden wir die besten Vorschläge für die Umsetzung filtern“, so Bürgermeister Siegfried Ronacher.

Besichtigungs-Tour

Im Vorfeld besichtigten der Gemeindechef und sein Team bereits einige Veranstaltungsstätten in Kärnten und Österreich. Demnächst stehen zwei Besuche in Tirol – in Schwaz und in Kufstein – an.

Das hat Priorität

Auf der Prioritätenliste für den Rathaussaal, der nach modernsten Richtlinien entstehen soll, rangieren ein erweitertes Platzangebot, ein durchdachtes Lichtdesign, beste Akustik und eine größere Bühne ganz oben. „Der Saal soll bis zu 500 Personen fassen. Damit ermöglichen wir noch größere Events“, so Ronacher.


Baustart 2017

Der geplante Baustart ist für 2017 angesetzt. Im Zuge dessen soll auch das Foyer völlig neu gestaltet und großzügiger angelegt werden. „Damit wollen wir bei den Veranstaltungen auch entsprechenden Platz für ein Catering schaffen“, sagt Ronacher.


Kellergeschoß wird saniert

Auch die Räumlichkeiten im Kellergeschoß werden modernisiert. Der Schützenverein, der Schachverein, der „MGV Erika“, der Frauenchor „Melodie“, der Pensionistenverband Hermagor und die Volkstanzgruppe Hermagor haben dort ihre Vereins- und Probenräume.

Förderung

Geschätzte 1,5 Millionen Euro sind für die Maßnahmen einkalkuliert. Das Land Kärnten könnte bis zu 500.000 Euro über die Kommunale Bauoffensive (KBO) beisteuern. Wer das Projekt in die Hand nehmen wird, ist noch offen. Ronacher: „Sobald wir alle Ideen gesammelt haben, starten wir einen Gestaltungswettbewerb.“

Zur Sache:

Kunstreferent Christian Potocnik: “Dass unser Stadtsaal mehr als nur “in die Jahre” gekommen ist, davon kann wohl jede Besucherin und Besucher einer Veranstaltung als auch jeder Veranstalter selbst ein Lied singen. Schlagworte – um nur ein paar wenige zu nennen - wie katastrophale Akustik, Ton- und Lichttechnik aus den 70er Jahren, Platz- und Sichtprobleme, fehlende Klimatisierung, unzeitgemäßes Raumkonzept, fehlende Bühnentechnik, ganz zu schweigen vom optischen Erscheinungsbild machen klar, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht und eine Sanierung bzw. ein Umbau des Stadtsaalbereiches erforderlich ist..
Daher werden wir für unsere Bürgerinnen und Bürger als auch für alle unsere Veranstalter, die ja zum Großteil aus unseren eigenen, lokalen Vereine, Institutionen und Betriebe bestehen, ein zeitgemäßes Kulturzentrum schaffen, in dem sich jeder Besucher und Veranstalter zuhause fühlen soll und wo, unter modernen Bedingungen und den Anforderungen der Zeit entsprechend, kulturelle Begegnungen und Veranstaltungen aller Art (Konzerte, Theater, Bälle, Messen, Faschingssitzungen, Kino, Hochzeiten, Seminare, Lesungen, Ausstellungen etc.) stattfinden können.
Als zuständiger Referent freue ich mich, dass auch seitens aller Gemeinderatsfraktionen ein klares Bekenntnis für die Notwendigkeit und Dringlichkeit eines Umbaues vorliegt.”
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.