01.05.2016, 09:12 Uhr

Werner Franz ist nun Co-Trainer beim ÖSV. Das hat er mit den Abfahrts-Herren vor

Werner Franz im Interview mit der Kärntner Woche (Foto: Konrad Meiswinkel)

Werner Franz, ehemaliger österreichischer Speedskirennläufer, ist Co-Trainer der ÖSV Abfahrtsherren.

WEISSBRIACH. Der neue ÖSV Co-Trainer heißt Werner Franz und besetzt seit 1. Mai offiziell diese Funktion. Dennoch absolvierte er bereits vorab zwei Trainingseinheiten mit der Weltcup Abfahrtstruppe 1 (Hannes Reichelt, Romed Baumann, Otmar Striedinger, Max Franz, Frederic Berthold, Georg Streitberger und Klaus Kröll). Nach Sölden war das Schnalstal, ein Seitental des Vintschgaus in Südtirol, der Treffpunkt für ein Training der Speedherren.

WOCHE: Herr Franz, warum wurden sie als Co-Trainer der ÖSV Speedherren ausgewählt?
WERNER FRANZ: Bereits in den letzten Jahren gab es schon Möglichkeiten diese Funktion zu besetzen. Für mich war aber die Zeit noch nicht reif, da ich mit meinem Skinachwuchs in Kärnten noch etwas aufbauen wollte und wie man sieht sind die Kärntner Skidamen und -herren im Weltcup sehr gut unterwegs.
Das heißt, sie bringen gute Erfahrungen mit?
Neun Saisonen war ich Herren Jugendtrainer des Kärntner Skiverbandes, wo ich eine sehr gute Zeit erlebt habe und daraus viel für mich mitnehmen konnte. Von Mai bis Ende November jeden Jahres wurden die Vorbereitungen auf die Rennsaison sowohl mit den Damen als auch mit den Herren durchgeführt. Auch als Obmann des Weißbriacher Sportvereines habe ich vom Volksschulrennen bis zum Weltcuprennen alles durchgemacht und auch organisiert. Man kann sagen, dass ich mich auskenne.
Wann bzw. wie kam es dann zur konkreten Besetzung dieser Aufgabe?
Andreas Puelacher, der sportliche Leiter ÖSV-Herren ist mit der Frage der Trainerbesetzung an mich herangetreten und Anfang März ist es dann konkret geworden. Mit 1. Mai ist mein Dienstantritt dann offiziell geworden.
Es gab bereits schon einige Trainings. Was ist demnächst geplant?
Ich war bereits schon in Sölden und jetzt im Schnalstal mit den Herren auf Trainingslager. Und bevor es zum Konditionstraining geht wird noch ein viertägiges Training in Sölden abgehalten. Ende Juli bis zum ersten Speedbewerb am 26.11. in Lake Louise sind noch 55 bis 58 Skitage geplant.
Welche Veränderungen werden sie als neuer Trainer vornehmen?
Natürlich möchte ich keinen Druck ausüben, doch es müssen einige Veränderungen durchgeführt werden. Das sichtlich geschwächte Abfahrtsteam muss wieder die Sicherheit mit der Technik erlangen und die Materialabstimmung ist sehr wichtig. Jeder Trainingsblock ist genau darauf ausgerichtet.
Mit zwei Siegen und 19 Podestplätze haben sie im Weltcupzirkus auch etwas erreicht. Was erwarten sie von der kommenden Saison?
Ich werde versuchen die Mannschaft einheitlich zu präsentieren. Dadurch kann jeder vom anderen etwas lernen und sie werden sich dadurch auch gegenseitig pushen. Natürlich gibt es keine Wunder, aber durch die Trainingsvorbereitungen und die Materialabstimmung wird der erwünschte Erfolg eintreffen. Stockerlplätze sind möglich, aber schön wäre es natürlich, wenn ich Gewinne vorweisen kann.
Das Interview führte Martina Koller

ZUR PERSON:


Name: Werner Franz
Geburtsdatum: 8. März 1972
Wohnort: Weißbriach
Gelernter Beruf: Zimmerer
Verheiratet: mit Gabriele
Kinder: Vanessa (29), Werner (22), Lisa-Marie (16)
Hobbys: Fische (erzeugt Lachsforellenfilet), Mountainbiken, Tennis, Klettern, relaxen
Motto: der letzten neun Jahre "Kärnten an die Macht"
jetzt "Österreich an die Macht"
Größter Erfolg: 2004 1. Platz in der Abfahrt in Val-d’Isère
Größte Niederlage: 2003 aufgrund einer Trainerentscheidung nach dem 16. Platz im Abfahrtsweltcup keine Teilnahme am Training in Canada - mental sehr schmerzhaft
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