26.04.2016, 10:58 Uhr

Kronhofer ist neuer Obmann der Kärntner Imker

Der neue Obmann des Landesverbands für Bienenzucht in Kärnten: Arno Kronhofer aus Mitschig bei Hermagor (Foto: Landesverband für Bienenzucht in Kärnten)

Mit Arno Kronhofer steht erstmals ein Gailtaler dem Landesverband der Imker als Obmann vor.

MITSCHIG. Arno Kronhofer aus Mitschig bei Hermagor wurde bei der Mitgliederversammlung des Landesverbands für Bienenzucht in Kärnten zum neuen Obmann gewählt. Er folgt auf Meinhard Schöffmann. Zum Stellvertreter wurde Valentin Koller ernannt. Erklärtes Ziel: Den erfolgreichen Weg der Kärntner Imkerschaft weiter beschreiten.

Sechs Jahre lang stand der pensionierte Schuldirektor Meinhard Schöffmann aus Moosburg den Kärntner Imkerinnen und Imkern vor. Ab sofort gehen diese Agenden an seinen langjährigen Stellvertreter Arno Kronhofer. „Ich bedanke mich für die ausgesprochen gute Zusammenarbeit im Vorstand sowie im erweiterten Vorstand und mit allen Imkerinnen und Imkern Kärntens“ so Schöffmann bei der Mitgliederversammlung in Maria Gail.


Ziele

Der neue Vorstand möchte den freundschaftlichen und konsensualen Weg innerhalb der Kärntner Imkerschaft weitergehen. „Wir haben stets sachlich-fachliche Diskussionen, die zu Ergebnissen führen. Und natürlich wollen wir den wirtschaftlich erfolgreichen 'Flug' der Imkerschule und des Verbandes fortsetzen. Wir sind Anlaufstelle für alle an Bienenzucht Interessierten, wir setzen uns für den Schutz und die Zucht der in Kärnten autochthonen Bienenrasse 'Carnica' ein und begleiten und fördern die Jungimker“, so der neue Obmann Arno Kronhofer.

Das Imkern im Blut

Mit Arno Kronhofer stellt erstmals der – sehr imkerstarke - Bezirk Hermagor einen Obmann. Und zwar einen, dem das Imkern „in die Wiege gelegt wurde. Ich bin seit meinem achten Lebensjahr Imker, aber schon mit drei Jahren habe ich aus Faszination Hummelnester ausgegraben“, schmunzelt der 36-jährige Familienvater. Nach seinem BWL-Studium in Graz war Kronhofer in der Werbebranche tätig und dann acht Jahre lang Tourismusdirektor am Weißensee. Seit 2015 ist er selbständiger Tourismusunternehmer und betreibt ganzjährig eine Ferienappartementanlage mit angeschlossener Lehr- und Erlebnisimkerei im Gailtal. „Als Bienenvater von 80 Völkern und passionierter Wanderlehrer bilde ich außerdem rund 700 Imkerinnen und Imker pro Jahr aus. Die Imkerei ist, auf den Punkt gebracht, meine Leidenschaft.“

Gute Bilanz

Der Landesverband kann einen sehr erfreulichen Jahresabschluss 2015, eine ausgeglichene Bilanz sowie einen ausgeglichenen Voranschlag 2016 verbuchen. „Weiters freue ich mich, dass unsere Funktionäre, Rechnungsprüfer und Referenten aus allen Bezirken Kärntens stammen. Auch das spiegelt die erfolgreiche Zusammenarbeit im Verband wider“, so der neue Obmann.

„Weippl-Medaille“. Im Rahmen der Versammlung wurden überdies verdiente Imker für ihre Leistungen geehrt. Die „Bronzene Weippl-Medaille“ wurde an zwei ausgeschiedene Bezirksobleute für ihr langjähriges, verdienstvolles Wirken vergeben: Mag. Valentin Blantar, Völkermarkt und Johann Wenzel, Villach. Franz Oberrainer aus Obervellach wurde für die langjährige Mitgliedschaft und Funktionärstätigkeit im Bienenzuchtverein ebenso diese Auszeichnung verliehen.


Zur Sache: Zahlen & Fakten

In Kärnten gibt es rund 3.000 Imkerinnen und Imker, die sich über neun Bezirksverbände und 101 Vereine organisieren. Die rund 31.000 betreuten Bienenvölker sorgen für die flächendeckende Bestäubung aller Blütengewächse und Obstbäume. Der volkswirtschaftliche Wert wird von der Kärntner Imkerei auf ca. 35 Millionen Euro geschätzt.

Imkerei boomt

Die heurigen Neueintritte bei den Imkereivereinen sowie die Teilnehmerzahlen bei den Imkerkursen zeigen das wachsende Interesse an der Bienenzucht. „Wir in Kärnten sind darauf sehr stolz. Unser Verband ist jener in Österreich, bei dem sich im Lehr-Referat und bei den Einsteigerzahlen am meisten tut“, so Arno Kronhofer.
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