27.05.2016, 14:38 Uhr

Parkpickerl am Schafberg: Infoveranstaltung verärgert Anrainer

Viele Menschen und teilweise auch viel Aufregung bei der Infoveranstaltung zum Parkpickerl im Schutzhaus am Schafberg.

Weil Währing am 5. September das Parkpickerl einführt, wird auch am Schafberg in Hernals das Parken zeitgleich kostenpflichtig.

HERNALS/WÄHRING. Der große Saal im Schutzhaus am Schafberg ist gesteckt voll. Die Anrainer sind gekommen, um sich von der Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) und ihrer Währinger Amtskollegin Silvia Nossek (Grüne) über die Einführung der Parkraumbewirtschaftung informieren zu lassen.

Die Art, wie der Informationsabend aufgezogen ist, gefällt aber nicht allen: Begrüßung und einführende Worte der beiden Vorsteherinnen dauern nur etwa 15 Minuten, danach gibt es einen Stationenbetrieb. An verschiedenen Tischen kann man Bediensteten der Stadt über die Formalitäten der Anmeldung, über Rechtliches und über stadtplanerische Themen befragen. Auch die Bezirkschefinnen mischen sich unter die Diskutierenden. Trotzdem: "Es ist eine Frechheit, wie wir hier abgeschasselt werden", äußert sich eine Teilnehmerin. Sie hätte sich die Möglichkeit gewünscht, in der großen Runde Fragen zu stellen. Sie und ihre Nachbarin seien gar nicht so sehr gegen die Einführung des Pickerls, aber nun ist die Empörung groß.

Ähnlich auch vor der Tür: Irene und Peter Beranek finden, dass die Veranstaltung "ein Witz" sei. Sie wollten ihre Bedenken über die Gestaltung der Überlappungszone zum Ausdruck bringen. "Ich wohne in Hernals, parke aber meist in Währing, weil es einfacher für mich ist", sagt Irene Beranek, "dort wird aber keine Überlappungszone sein. Für mich wird es viel mühsamer." Sie werde auch nie mehr nach Währing einkaufen fahren: "Das ist schade, weil ich das seit Jahrzehnten gemacht habe. Aber ich zahle dort sicher nicht für einen Parkschein."

Nicht alle sehen die Einführung so dramatisch. "Es ist gut, dass das Pickerl jetzt zu uns kommt", sagt eine Besucherin. "Hier haben oft Handwerker ihre Autos abgestellt und sind dann mit dem Rad in den 16. gefahren. Wir werden richtig zugeparkt." Auch gegen die Art der Veranstaltung hat sie nichts: "Diese Idee, das wie einen Marktplatz zu organisieren, gefällt mir."
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